Die neueste Information (mail vom 27.08.2008)
Hallo Herr Müller,
Mit dem Fotografieren das ist toll, wir haben auch schon das Australische Konsultat eingerichtet, wo wir ein Foto angebracht haben;) Aber man weiß ja nie was noch kommt, kann man die Bilder dann einsehen?
Da fällt mir noch etwas ein, auf unserer Internetseite ist die Planung von 7Pdabei, unter Innenausbau-> 7PConsulting finden Sie zwei Bilder.
Viel Spaß beim Anschauen.
Mit freundlichen Grüßen
Ich bin guter Dinge... (mail vom 26.08.2008)
Guten Tag Herr Müller, sorry, dass ich mich erst jetzt melde, die Lounge wurde eingerichtet und die Firma xxxxxxxx hat auch das Foto anbringen lassen. Leider wurde nicht alles so realisiert wie es der Entwurf vorsah, aus Kostengründen wurde auf die Möbel verzichtet und nur zwei Sofas reingestellt, naja, so ist das halt manchmal, (leider) Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Firma Ihnen auch eine Spende für die Nutzung zukommen lässt, ist dies noch nicht passiert? Ich habe auch direkt nachgefragt, ob schon eine Spende an Sie überwiesen wurde, da ich die Daten weitergegeben hatte. Frau xxxxx, die Ansprechpartnerin, hatte dies eigentlich veranlasst, wollte auch noch mal nachfragen, warum da nichts passiert ist. Ich hoffe es geht Ihnen gut und Sie können die doch schon recht herbstlichen Tage genießen. Freundliche Grüße und einen schönen Tag noch xxxxxxxxxxx Dipl.Ing.Innenarchitektin
Und der nächste Erfolg (mail vom 22.04.2008) - vielleicht wird ja etwas daraus:
Guten Tag Herr Müller, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bei dem Projekt geht es um einen Loungebereich wo das Bild als großformatige Fototapete angebracht werden soll. Wir würden sehr gerne Ihr Bild nehmen und die Idee mit der Spende für das Projekt mit Kinder auf den Philippinen finde ich klasse, das werden wir sehr gerne unterstützen. Können Sie uns dafür die Daten und Kontonummern zuschicken. Um abzuklären, ob es mit der Größe funktioniert muß ich das Original an die Fotowerkstatt schicken, können Sie uns dies zumailen. Vielen Dank schonmal. Einen schönen sonnigen Tag. Mit freundlichen Grüßen [Name von mir gelöscht] Dipl.Ing.Innenarchitektin Das Objekt der Begierde
Die letzte Spendenaktion von Ende 2007, den Betrag von EUR 330,-- hat Stefan in bar mit nach Cebu genommen und dort dem Kinderheim übergeben. Hier noch die Info, was damit passierte:
Hallo Joerg
Sorry fuer die spaete Antwort, alles ein bischen hektisch bei mir im moment..
Bezueglich deiner Frage habe ich Butch angefragt und folgende Rueckmeldung erhalten:
(copy,paste)
Yes we received the 330 euro through Stefan Vachal. I will check again with Maymay I think we gave also receipt for that. We used it for the drying area for laundry for the boys and canopy from kitchen to the dining area, and repair of the gutter.
Ich hab das auch gesehen vor ca. 4 Wochen bei meinem letzten Besuch im Heim und hab mich noch gewundert von wo das Geld herkam fuer das neue gebilde und Dach zwischen der Kueche und dem Essaal.. Jetzt weiss ichs auch ((-;
Uebrigens haben wir jetzt neuestens auch ne Website http://batangpinangga.org/Liebe Gruesse aus den heissen Tropen (40Grad plus)
und Dir und Catrina auch alles Gute
Chris
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Wenn jemand Gutes tun möchte und den entsprechenden Willen hat, dann kommt auch etwas dabei raus. Ein leuchtendes Beispiel hierfür ist Stefan, der etwas Wohltätiges machen wollte, und durch Zufall auf unsere Homepage kam. Über unseren Kontakt kam ein Besuch von Ihm im Kinderheim Batang Pinangga zustande, bei dem die Stiftung seines Arbeitgebers auch einen schönen Betrag zur Reparatur / Neubau der Wasserversorgung beisteuerte. Hier ein Artikel aus Stefans Lokalzeitung:
mail von Stefan vom 26.01.2008
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Hier die neuesten Bilder der in Batang Pinangga betreuten Kinder:


******************************************* November 2007 - Kinder, wie die Zeit vergeht. Im August war ich sehr euphorisch mit meiner Taschenaktion - leider musste ich sie (aus steuerlichen Gründen) ins Jahr 2008 verschieben - aber dann gehts wieder so richtig los. Ich hoffe, nicht nur 500 Taschen zu verkaufen, sondern noch einmal weitere Taschen nachzubestellen. Gerne möchte ich - gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Bank - noch mehr auf die Beine stellen. Aber ein wenig Geduld kosten die Aktionen leider noch..... Ich halte alle Interessierten auf dem Laufenden ;-) ******************************************* *** *** ****************************************** *** August 2007 - Ein neues Projekt ist in Arbeit - der Vertrieb von (vorerst einmal) 500 Safttaschen aus den Philippinen - damit werden wir mindestens 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen. 1. Unterstützung der Näherinnen auf IloIlo - ein Projekt, daß vom Deutschen Entwicklungsdienst gefördert wird. 2. Aus den Verkaufserlösen werden wir ein Projekt des Pater Heinz unterstützen - ich werde mich zu gegebener Zeit an ihn wenden und sehen, was bei ihm am notwendigsten ist. 3. Unterstützung von Projekten des Waisenhauses Batang Pinangga - Pläne gibt es dort viele..... 4. Hoffentlich viele glückliche Besitzer der Safttaschen. Und wenn es sich herumspricht, importiere ich halt noch mehr - the sky is the limit...
*** Dezember 2006 - Neuigkeiten kommen demnächst hier - ich werde wohl mal aufräumen müssen in dieser Rubrik. Soviel sei aber schon vorab gesagt: Für Pater Heinz hat die Deutsche Bank 1.000,-- EUR gespendet! Wirklich klasse!! Und für Batang Pinangga hat die Bank ebenfalls noch einmal in den Geldsack gegriffen und 1.500,-- EUR für das Musikprojekt gespendet! Vielen herzlichen Dank - besonders an Frau Schwake, die hier so engagiert hilft und unterstützt!
*** So - nun ist August, aber das Projekt haben wir mittlerweile aufgesetzt: Musikinstrumente und professioneller Musikunterricht für die Kinder von Batang Pinangga. Eine Musiklehrerin gibt es bereits (sie unterrichtet auch Botschafterkinder in Cebu) und Instrumente werden auch sukzessive angeschafft. In den nächsten Wochen werde ich einen neuen Projektantrag erstellen und dann sehen wir mal, was passiert. *** Im Juni 2006 kommt eine weitere, große Einzelspende zu mir - Bernd L. (ich weiss nicht, ob er namentlich erwähnt werden möchte) gibt mir kurzerhand EUR 500,-- mit der Bitte, den Kinden in Batang Pinangga damit zu helfen..... Nichts leichter als das: schnell habe ich Kontakt zu Georg und Chris Köppel aufgenommen und das Ende vom Lied ist, daß wir nun ein weiteres großes Projekt für die Kinder anstoßen - in der Hoffnung, daß wir auch ier wieder einen Zuschuss der Bank bekommen können. *** April 2006 - Bei unserem diesjährigen Besuch auf den Philippinen haben wir die Pakete im Waisenhaus Batang Pinangga abgegeben. Zusätzlich hatten wir noch rund EUR 300,-- Spendengelder, die wir für Sportgeräte wie Tischtennisschläger, Volleybällen und diverse Tischtennis-, Badminton- und Volleyballnetze verwendeten. *** 08.01.2006 - Versand von 4 großen Paketen mit Kleidung und Spielsachen ist am 7. Januar 2006 erfolgt. Weitere Infos unten *** *** 22.12.2005 - Initiative Plus - Die Deutsche Bank unterstützt ein Projekt des Waisenhauses Batang Pinangga mit EUR 800,--. Das Projekt beinhaltet die Renovierung des Jungenhauses. Weitere Infos unten *** *** EUR 440,-- über Freund Georg ans Waisenhaus Batang Piningga - gespendet von Freunden, Kollegen und uns. Unten auf dieser Seite findet ihr Bilder der Weihnachtsfeier in Batang Pinangga mit Übergabe der Geschenke. *** *** Good News von Emma (von der Landfill) weiter unten auf dieser Seite ***
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In unserem Urlaub im Oktober 2005 haben wir Freunde, namentlich Brigitte und Georg, in Cebu besucht. Georg arbeitet als Entwicklungshelfer in einem Unternehmen, daß Abwässer von metallverarbeitenden Unternehmen reinigt. Mit ihm hatten wir die Möglichkeit, die an das Werksgelände angrenzende Landfill, also städtische Müllkippe zu besuchen. Nicht zu unrecht betitelt er den Standort seines Unternehmens als "Vorort zur Hölle". Wer solch einen Ort schon einmal besucht hat, die Hitze, Luftfeuchte und den abartigen Gestank in der Nase hatte, weiß, wovon ich spreche. Zudem die Menschen, die in dieser Hölle leben - mitten auf dem Müll und Dreck - ohne jede Chance im Leben, hier herauszukommen. Und dennoch gibt es Menschen, die sich um solche armen Kreaturen kümmern - namentlich Pater Prof. Dr. Heinz Kulüke von der University of San Carlos in Cebu City.Mehr über dieses schreckliche Thema schreibe ich demnächst für all die, die es interessiert. Vielleicht gelingt es ja, ein Paket für den Professor zu schnüren - oder aber seine Arbeit mit Spendengeldern zu unterstützen.
Ausserdem haben wir das Waisenhaus Batang Pinangga besucht, eineinhalb Autostunden von Cebu City entfernt. Butch Carpintero, der Leiter des Waisenhauses kümmert sich mit seiner Mannschaft und 2 "Hausmüttern" um insgesamt 26 Kinder, die mißhandelt, mißbraucht oder "einfach nur ausgesetzt" wurden. Auch dieser Besuch war sehr schockierend für uns, da wir so etwas noch nie "live" erlebt haben. Aber besonders die Lebensfreude und die Hoffnung der Kinder war ansteckend - auch der Drang nach Liebe, Zuneigung und Berührung. Gerne möchten wir auch hier helfen. Geplant ist ein großes Paket für die Waisenkinder, gefüllt mit Spielsachen, Puzzels, Malbüchern, Bällen, aber auch Kleidung. Also, liebe Leser, wenn ihr Kinder- und Jugendlichenkleidung habt (bitte nur Sommerkleidung - es ist immer heiss dort), oder wenn ihr Spielsachen findet, mit denen Eure Kinder nicht mehr spielen....her damit. Die Waisenkinder freuen sich über alles, was sie bekommen können.
Geldspendenwerden natürlich auch gern gesehen - ohne Spendenquittung, dafür direkt von unseren Freunden dort in die wichtigsten Güter umgetauscht (Reis, Hygieneartikel, Handtücher, Geschirr o.ä.) oder mit Spendenquittung über den Verein "Aktion Wasserbüffel e.V.". Den Link zur Homepage von "Aktion Wasserbüffel e.V." findet ihr unter "Links"
Hier noch ein paar Bilder von der Situation auf der Landfill und vom Waisenhaus bei unserem Besuch in Cebu im November 2005
| Wir bei der Übergabe einer kleinen Spende an Butch, den Manager des Waisenhauses Batang Pinangga | Die Jungs des Waisenhauses bei ihrem Spielhaus |
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| Der Schlafraum der Mädchen - ohne Matratze und Decke - aber immerhin ein Dach über dem Kopf und ohne Angst vor Gewalt | Das Küchengebäude von Batang Pinangga |
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| So sieht es in der Küche aus | ...im Schlafraum der Mädchen |
| Ein Basketballkorb darf nicht fehlen - dies ist der Volkssport auf den Philippinen | Die Kinder des Waisenhauses bei unserm Empfang |
| Brigitte mit den Mädchen von Batang Pinangga | Baby - eines der kleinen Mädchen von Batang Pinangga mit schlimmer Vorgeschichte |
Und hier Bilder der Landfill in Cebu |
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kein Kommentar könnte der unvorstellbaren Situation der Menschen auf der Landfill gerecht werden. Hier der Ausschnitt aus einem Bericht von Steffen Range (Redakteur der Wirtschaftswoche) :
Zwischen Müllkippe und Kinderstrich: Unterwegs mit Pater Heinz
Aber Mindanao hat auch die höchsten Geburtenraten und den höchsten Anteil an Analphabeten. Die Moslemregionen sind so arm und auch überbevölkert, dass viele ihrer Bewohner Mindanao verlassen. Sie fliehen nach Malaysia oder suchen ihr Glück in Manila und auf reicheren Inseln wie Cebu, der „Queen City of the South“. Viele enden in den Slums der Großstädte, als Bettler, Tagelöhner – oder Prostituierte.
In Cebu leben 150 Kinder auf der Straße – elternlose, verstoßene Kinder oder Kinder, deren Schicksal ihren eigenen Eltern egal ist. Pater Heinz von den Steyler Missionaren erlebt in Cebu jeden Tag eine schreckliche Trinität: Erst besucht er die Müllmenschen auf einer der drei Deponien um Cebu; dann kümmert er sich um Straßenkinder, die hungernd oder dumpf vom geschnüffelten Klebstoff in Downtown vegetieren; dann besucht er die Kinderprostituierten, die ihre Körper für das Überleben der Familie verkaufen.
Auf der Deponie Mandaue leben 100 Familien. 100 bis 150 Peso (ein bis zwei Euro) verdienen die Familien am Tag durch Müllsammeln. Sie holen alles Verwertbare aus dem Müll heraus. Kleider, Hausbau, Essen – alles was sie zum Leben brauchen kommt aus dem Müllberg. Wer krank wird, stirbt schnell im Müll. Kranke sind nach zwei, drei Tagen tot – gestorben an Durchfall oder Lungenentzündung. Vergangenes Jahr allein kamen 40 Kinder auf der Deponie um.
Nicht besser ergeht es den Kindern auf der Straße. Der Bürgermeister von Cebu bezahlt angeblich Vigilanten und Mörderbanden, die diese Kinder aus dem Weg räumen. Viele Kinder werden von der Polizei aufgegriffen und ins Gefängnis gesteckt. Aus Angst verstecken sich die anderen in dunklen Hinterhöfen und gefährlichen Gegenden der Millionenstadt.
Die älteren Straßenkinder nehmen die Kunstdroge Schabu. Die jüngeren schnüffeln löslichen Klebstoff, den sie „Rugby“ nennen. Sie sind dann wie weggetreten. Kinder, die den Klebstoff seit Jahren konsumieren, laufen wie Zombies durch die Stadt und gemahnen an lebende Tote.
Am brennenden beißenden Duft des „Rugby“ können sie ihren Hunger dämpfen. Achtjährige schleppen kleinere Geschwister auf ihrem Rücken, für die sie täglich sorgen müssen. Zehnjährige Jungen arbeiten als Zuhälter für zehnjährige Mädchen, die sich brutalen Freiern hingeben, um allen Straßenkindern täglich Brot kaufen zu können.
Wenn die Kinder zu Pater Heinz kommen in die Notunterkunft für Straßenkinder, dann schlafen sie – in Sicherheit - teilweise zwei bis drei Tage lang. Pater Heinz hat ein Baby fast nackt neben einem Pappkartonstreifen auf dem harten Beton gefunden hat: „Nicht erschrecken, die Kleine könnte tot sein“, sagt er, als er sich dem Bündel Mensch vorsichtig nähert. Das Kind liegt auf dem Bauch, den Kopf verdreht, im eigenen Urin. Fast zärtlich misst der Steyler Missionar den Puls des Babys, seine Augen leuchten auf. "Nein, es lebt noch." Liebevoll legt er das kleine Mädchen wieder auf seine Papp-Matratze, deckt es mit herum fliegenden Zeitungen zu. Dann springt er auf, blickt suchend um sich und findet in der Nähe Erwachsene, denen die Mutter bekannt ist. Dort hinterlässt er Seife, Vitamintabletten und andere Medizin, damit sich die Mutter „des Kindes vielleicht wieder annimmt“. Salben, Vitamine, Schmerzmittel und Antibiotika hat Heinz Kulüke immer dabei.
„Möchtet Ihr ein Mädchen?“ Aufdringlich rücken die jungen Zuhälter mir nahe. „Ich zeige Dir zehn Mädchen, Du kannst aussuchen!“ Ablehnende Handbewegungen und gerunzelte Augenbrauen zeigen keine Wirkung bei den Zuhältern. „Es kostet nur 400 Peso (5 Euro) pro Stück!“, schreien sie. Andere Mädchen sind auch für weniger als einen Euro zu haben.
Heinz Kulüke besucht die Prostituierten Nacht für Nacht: Mit Tabletten und Kondomen, mit seelsorglichem Gespräch und Beichte, mit Äpfeln und Orangen. Heinz arbeitet seit mehr als sieben Jahren auf der Straße und spricht fließend Cebuano, den örtlichen Dialekt.
Das Rotlichtviertel von Cebu City ist einer der schlimmsten Orten der Welt. Nachts verwandelt sich Downtown in eine Nuttenstadt – mit mehr als zehntausend Prostituierten, die meisten davon minderjährig. Viele der Prostituierten kommen aus Mindanao, Cagayan d’Oro, Davao oder entlegenen Bergdörfern in den muslimischen Gebieten Mindanaos.
Rotlichtviertel ist eigentlich kein passender Begriff. Es ist eine Ansammlung schäbiger, zusammen gezimmerter Hütten aus Span, Plastik und Wellblech, ein Labyrinth von Verschlägen, in denen es nach Urin und Kot riecht.
Viele der Kinder wurden von ihren Eltern an die Bordellbetreiber verkauft oder arglos in die Stadt geschickt, um Geld zu verdienen. Eine Vergewaltigung macht die Mädchen gefügig, dann beginnt die tägliche Tortour.
Diesen gottverlassenen Ort besucht Pater Heinz. Neben Medikamenten gegen Infektions- und Geschlechtskrankheiten, Hautausschlägen und Augeninfekten, Seife und Pflegemitteln bringen der Philosophieprofessor der San Carlos Universität und sein Team Obst und Schokolade für jedes einzelne Mädchen. Natürlich werden auch Kondome verteilt, damit sich die jungen Mädchen vor Geschlechtskrankheiten schützen können – und hierfür ist Heinz auch schon vom Bischof gerügt worden.
Eine „Puffmutter“, die Mama San, die ihre Mädchen wachsam beobachtet, wenn diese mit Besuchern sprechen, hat nichts dagegen. „Die Hilfe ist gesund für Mädchen und Kunden“, erzählt die etwa 40-jährige Frau, die sechs Mädchen für sich schuften lässt und früher offenbar selbst auf den Strich ging. Aus ihrer Sicht ist sie eine Aufpasserin, die dafür sorgt, dass den jungen Frauen nichts Schlimmes geschieht. „Ich bin wie eine Mutter für sie.“
Wie eine Mutter? Bei der Puffmutter müssen die Kinder T-Shirts zum dreifachen Preis und Jeans zum zehnfachen Preis kaufen, und sie dürfen nicht raus aus dem Labyrinth während der ersten Tage ihres Leidensweges. Sie müssen Sandwiches kaufen, die „Mama San“ schmiert, und für die Benutzung der Toilette zwei Peso bezahlen. Sechs bis zehn Kunden pro Tag müssen sie bedienen, um über die Runden zu kommen. Die Gewinne werden zwischen Zuhältern, Puffmüttern und Bordellbesitzern aufgeteilt, den Mädchen bleibt ein Taschengeld von 100 Peso pro Tag (1,30 Euro). „Frei haben die Mädchen nur einmal pro Monat – wenn sie ihre Tage haben“, sagt Heinz.
In Cebu City gibt es schätzungsweise 11.000 Prostituierte, genauso viele sind es in den umliegenden Städten. Tendenz steigend.
Cebu ist als Urlaubsinsel bei Japanern und Koreanern beliebt – und bald werden auch mehr Chinesen kommen, denn die philippinische Regierung hat die Visa-Bestimmungen für Reisende aus dem boomenden Nachbarland China gelockert. Massentourismus ist auf den Philippinen gleichbedeutend mit Massenprostitution – wenngleich die meisten Kunden Filipinos sind. „Die Koreaner sollen die brutalsten Kunden sein“, sagt Heinz. „Da teilen sich fünf Männer ein Mädchen und vergewaltigen es wieder und wieder im Hotelzimmer. Japaner sind großzügiger.“
Heinz zeigt mir aber auch eine junge Frau, die Opfer einer perversen schwedischen Familie geworden ist. Unter dem Vorwand, einen Job Dienstmädchen antreten zu können, lockte man sie nach Schweden, wo sie von der ganzen schwedischen Familie wochenlang vergewaltigt wurde. Sie entkam nach Stockholm – und schafft jetzt wieder in Cebu an.
Taxis bringen die Kunden zu den Mädchen, die unter freiem Himmel die ganze Nacht warten. Im Licht der Autoscheinwerfer sucht der Freier sein Mädchen aus wie auf einem Pferdemarkt – Display nennt sich die Fleischbeschau.
Jugend ist hier gefragt, knappe Kleidung, glänzende Haut, Lidschatten und Wimperntusche, frisch gestriegelte Haare, saubere Zähne. Wer aber in die Augen der Mädchen blickt, sieht, dass die Mädchen in der Hölle leben: tote Augen, rot und verwässert von Alkohol und synthetischen Drogen.
Anderen Kunden reicht aber auch der schöne Schein nicht, sie suchen Jungfräulichkeit und Kindlichkeit. So werden immer jüngere Prostituierte angeworben, in den Dörfern frischer Nachschub geordert, kleine Mädchen verkauft, vor allem im armen Süden der Philippinen.
Viele der Mädchen können meist nicht richtig lesen oder schreiben, einen Beruf hat – wie das Gros der philippinischen Jugendlichen – keine erlernt. Viele Prostituierte rekrutieren sogar ihre eigenen Geschwister oder Cousinen, obwohl sie selbst durch die Hölle gegangen sind.
Die Prostituierten kennen sich untereinander kaum, Freundschaften sind selten; sie kämpfen untereinander und tragen Messer mit sich. Sie tätowieren sich selbst mit Nadel und Farbe. Viele tragen tiefe Narben – sie haben die Namen ehemaliger Lover mit Bügeleisen weg gebrannt. Viele der Mädchen führen sogar Eispickel mit sich, um besonders brutale Freier abzuwehren. Damit sie Männern in ihren Holzhütten von vier Quadratmetern nicht völlig schutzlos ausgeliefert sind.
Manchmal macht die Polizei Razzien im Milieu – denn Prostitution ist auf den Philippinen verboten. Dann aber verhaften die korrupten Polizisten nicht etwa die Bordellbetreiber oder Puffmütter, sondern die Mädchen. Auch wir kommen an einer Polizeistreife vorbei. Die beiden Polizisten sitzen in einer Bar und trinken Dosenbier, Marke San Miguel, während fünf Meter weiter Kinder an Freier verkauft werden. Besser kann man Anarchie und Rechtlosigkeit nicht zeigen.
In einer Absteige hinter dem gezimmerten Minikiosk der Puffmutter, neben dem weißen Sarg eines erstochenen Zuhälters, der hier für einige Tage aufgebahrt ist, erzählt ein Mädchen, es sei vor vier Wochen Mutter geworden. Sie muss schon wieder anschaffen. Pater Heinz sagt: „Hier werden noch Mädchen vergewaltigt, die im achten Monat schwanger sind.“ Neugeborene sind das Druckmittel, mit dem die Puffmütter die Mädchen zum Anschaffen und Durchhalten zwingt. Denn die Mama Sans nehmen die Babys unmittelbar nach der Geburt an sich. In dem dunklen Verschlag mit dem harten Holzbett, ohne Möbel und Tische kauern noch drei weitere Mädchen, die auf Kunden warten. Eine schaut mit hoffnungslosem Blick hochschwanger kurz hervor, um nach Übergabe von Schokolade und Medizin wieder wegzuhuschen und hinter dem Vorhang in dem Raum mit der schmutzigen Pritsche. Heinz sagt: „Das ist der Ort, an dem Mädchen zu Frauen werden.“
Mehr über Pater Heinz findet Ihr unter Links |
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Emma ist wieder aufgetaucht!!!
Mail von Georg vom 28. November 2005 "....Emma ist wieder da! Ploetzlich stand sie morgens am Zaun und fragte nach Anbei noch ein paar aktuelle Bilder von Emma mit dem Nike-Karton, den wir für sie gepackt hatten. Auf jeden Fall sieht sie ein wenig glücklich aus - das ist doch schon mal ein Anfang... |
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12. Dezember 2005 - Unsere spontane Geldspende ist zur rechten Zeit am rechten Ort eingetroffen......hier die Info und Bilder von Georg: Liebe Catrina und Joe, |
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| Georg bei der Weihnachtsfeier als Vortänzer | |
| Die Verteilung der persönlichen Geschenke an die Kinder | |
| Auf jeden Fall merkt man, daß alle begeistert sind. Die Mädchen im Hintergrund scheinen jedoch ihre Geschenke noch nicht bekommen zu haben..... | |
(Gottmadingen, 25.12.2005) Und noch zwei gute Nachrichten zum Schluss: Rechtzeitig vor Weihnachten kam dann noch eine weitere tolle Mitteilung. Ich hatte vor einigen Wochen über die "Initiative Plus" - eine Abteilung für ehrenamtliches und gemeinnütziges Engagement in der Deutschen Bank - einen Antarg auf Unterstützung eines Renovierungsprojektes gestellt. Jetzt haben wir die Information erhalten, daß die Bank sich an diesem Projekt mit einem Betrag von EUR 800,-- beteiligt. Auf jeden Fall werden wir hier auf dieser Seite weitere Infos sammeln und veröffentlichen, was es damit auf sich hat und wie das Projekt vorangeht. Nochmals allen Beteiligten an den diversen Hilfsmaßnahmen ganz herzlichen Dank für die Hilfe und Unterstützung - schöne Weihnachten allerseits und alles Gute für 2006. Mal sehen, was wir im kommenden Jahr so alles auf die Beine stellen können..... |
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Am 07. Januar hat die Firma Transwing 4 große Kisten bei uns abgeholt, die prall gefüllt mit Spielzeug, Kuscheltieren und Kinderkleidung waren. Diese Kisten werden in einem Container landen und auf die Philippinen verschifft. In rund 6 Wochen dürften die Kisten dann in Cebu ankommen. Vielleicht klappt es, daß wir die Kisten dann persönlich zum Waisenhaus bringen können - Anfang April werden wir wieder in Cebu sein. Hier möchte mich mich schon einmal bei unseren Freunden und Kollegen aus der Bank bedanken, die uns die Sachen zur Verfügung gestellt haben - VIELEN DANK dafür!!
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| Bei unserem Besuch im April 2006 fand zufällig die Eröffnung eines Sportfestes statt - natürlich in den Trikots, die wir zu Weihnachten den Kinden schenkten... | |
| Hier die Ansprachen und die offizielle Eröffnung des Festes (einer Art Kinderolympiade mit Tischtennis, Volleyball, Badminton und anderen Spielen, deren Namen wir nicht kennen... | |
| Hier sieht man das mit Mitteln der Deutschen Bank renovierte und gestrichene Haus der Jungen von Batang Pinangga. | |
| Da hat sich unser Einsatz doch gelohnt... | |
| Natürlich haben wir auch für das Sportfest eingekauft - Freunde aus Deutschland (Jürgen und Birgit) haben uns wieder Geld mitgegeben, und zusammen mit unserer Spende haben wir Sportequipment und ein paar Preise für die Gewinner der Sportspiele gestiftet - kam wieder sehr gut bei Butch an, wie man sieht... | |
| ...und bei den Kindern erst recht. Im Hintergrund sind die Kisten mit den gesammelten Kleidern zu sehen, die wir ebenfalls bei unserem Besuch mitgebracht hatten. | |
| Es war - wie im Vorjahr - wirklich nett bei Butch und den Kindern. | |
| Und hoffentlich können wir das Heim auch weiterhin - auch wenn Georg und Brigitte nicht mehr dort sind - irgendwie unterstützen. | |
Auf jeden Fall freuen sich alle über die Zuwendungen - und das ist immer in gutes Gefühl... Wer sich hier in irgendeiner Form beteiligen möchte, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen. |