Australien 2002 – ein Trip nach Perth, den Südwesten Western Australias, Kalgoorlie, Melbourne und Sydney

 

Donnerstag, 24.10.2002 von Zürich über Dubai nach Perth

Freitag, 25.10.2002 Ankunft in Perth

Übernachtung im Amber Rose Bed&Breakfast, Subiaco AUD 105,-- p.N.

Erst gegen 18:30 Uhr kommen wir in Subiaco an – nach ungefähr halbstündiger Taxifahrt vom Flughafen Perth. Ein wenig skeptisch sind wir schon, ob den der vom Fahrer gewählte Weg der Richtige ist, aber im nachhinein hat es sich bestätigt. Die Umgebung (im Dunklen) sieht so großstädtisch nicht gerade aus, aber das Anwesen „Amber Rose“ macht einen guten Eindruck. Wir werden bereits von unseren Gastgebern, Nola und Geoff Benn erwartet und sogleich sind wir in das Haus und unser Zimmer verliebt. Bis ins kleinste Detail wunderschön und liebevoll eingerichtet, das Bad ist absolut neu, das Bett groß und mit harter Matratze versehen – einfach perfekt.

Den Abend verbringen wir einige hundert Meter entfernt in der Rokeby Road, dem Zentrum des Stadtteils. Hier findet man Geschäfte, Bars und Restaurants, außerdem ein Theater, Kinos und den Bahnhof.

Wir genießen die ersten Fish & Chips im „The Emperor“ und sind einfach nur glücklich. Der Urlaub kann beginnen!

Sonnabend, 26.10.02 in Perth

Übernachtung: Amber Rose Bed&Breakfast, Subiaco AUD 105,-- p.N.

Nach einer langen Nacht – wir werden erst um 9:00 Uhr wach, obgleich wir das Frühstück für diese Zeit bestellt haben - geht’s hinunter in den Frühstücksbereich. Hier werden wir schon erwartet. Leise Hintergrundmusik (Enya – beruhigend) läuft, unser Tisch ist liebevoll gedeckt und ein riesiger Obstteller wartet schon auf uns – wie auch die Tageszeitung. Der Tee wird extra frisch für uns gebrüht, nicht mit Beuteln, sondern wirklich frisch. Ein paar Minuten später kommt die große bestellte Eierpfanne mit Rührei, Bacon und gebratenen Tomaten – einfach herrlich. Es sind die Kleinigkeiten und die Perfektion, die dieses Wohnerlebnis unvergesslich machen. Besser hätte unser Aufenthalt nicht beginnen können.

Nach ausgiebigem Frühstück machen wir uns auf den Weg von Subiaco nach Perth in die Innenstadt. Zu Fuß sind es etwas 20 Minuten, eine gute Distanz um munter zu werden. Wir genießen das bunte Treiben in der Metropole Western Australias und durchstreifen die City. Über sehenswerte Statuen (zum Beispiel Kängurus) spazieren wir an den Swan River, bummeln durch die Innenstadt und die verschiedenen Surfshops und Einkaufspassagen. Zwischendurch genehmigen wir uns ein paar Rollen Sushi und einen leckeren Cafe Latte.

Außerdem sind wir aber auch noch auf der Suche nach einem Autovermieter, da wir für die kommenden zwei Wochen noch nichts gebucht haben. Im Stadtteil Northbridge finden wir zwar Vermietstationen, leider ist aber alles geschlossen und öffnet erst wieder am folgenden Montag morgen.

Nach ausgiebigen Spaziergängen entschließen wir uns, mit dem Zug zurück nach Subiaco zu fahren. Dort angekommen nutzen wir die Gelegenheit zu einer kleinen Joggingrunde – es geht in den nahegelegenen Kings Park. Nach 52:13 min. und vielen schönen Ausblicken auf die Stadt kehren wir ins Amber Rose zurück. Frisch geduscht und bei bester Stimmung geht es wieder Richtung Rokeby Road zum Essen. Diesmal gehen wir in Han’s Cafe, ein thailändisches Restaurant, in dem wir gut und preiswert essen.

Sonntag, 27.10.2002 in Perth

Übernachtung: Amber Rose Bed&Breakfast, Subiaco AUD 105,-- p.N.

Auch Heute sind wir wieder sehr spät aufgestanden. Das Frühstück ist wieder erstklassig, allerdings beginnt es gegen halb elf zu regnen, gerade als wir das Haus verlassen. Der Regen wird immer heftiger, was uns allerdings nicht davon abhält, wieder in Richtung Innenstadt zu gehen. Unser Ziel ist zum einen die Perth Mint. Hierher wurde in früheren Zeiten das Gold aus Kalgoorlie und den anderen Goldgräberstädten gebracht, um es nochmals zu reinigen und zu verkaufen. Die Mint stellt Münzen und Medaillen her, wie auch Schmuck und Barren. Der Besuch ist absolut empfehlenswert, schließlich werden wir Zeuge einer Goldgießvorführung.

Andererseits wollen wir heute auch den Mietwagen festmachen. Dies gelingt uns leider nicht, dafür haben wir wieder etwas dazugelernt. Nämlich, dass die Angebote auf den Wurfzetteln nur Lockpreise beinhalten. Von20 oder22 AUD will plötzlich kein Autovermieter mehr etwas wissen.

Wir kaufen noch einen Akruba (ein Australientypischer Hut aus Kaninchenhaar) für einen Freund in Deutschland und Blundstones für Catrina. Das sind die berüchtigten Kurzstiefel, die in Australien jede/r trägt. Weiterhin noch massig Postkarten und Briefmarken für die lieben Daheimgebliebenen. Auf dem Rückweg aus der Stadt kaufen wir in Subiaco noch zwei Kuchenstücke und machen es uns in unserem Bed&Breakfast gemütlich.

Nachdem der Regen aufhört und der Himmel heller wird, machen wir noch einen ausgiebigen Spaziergang in den Kings Park, dort entdecken wir den DNA-Tower, der von uns auch gleich erklommen wird.

Wieder zu Hause angekommen geht es weiter, ein Sixpack Redback Bier unter den Arm geklemmt und in den „The Emperor“ zu Fish & Chips und Snapper. Zwei Kugeln Eis geben Catrina schließlich den Rest.

Montag, 28.10.02 von Perth nach Bunbury

Übernachtung: Motel Chateau la Mer, Bunbury, 70 AUD.

Nach dem Frühstück in Perth mieten wir schließlich unseren Wagen an. Von Bayswater Car Rentals („...no birds...“), Preis rd.563 AUD für 12 Tage. Nach dem Bepacken und der Verabschiedung von unseren Wirten stellen wir fest, dass der Wagen komische Geräusche macht. Wir wechseln das Auto problemlos an der Mietstation und fahren aus der Stadt.

Nach einem kurzen Fotostop in Kwinana machen wir den nächsten Halt in Mandurah, einem netten kleinen Strandort. Hier kann man mit Delfinen schwimmen. Auf der Weiterfahrt nach Bunbury werden wir von Polizisten angehalten, da Catrina an einer Stelle, bei der die Straße sich verjüngt, einen LKW überholt. Dazu muss sie allerdings entsprechend Gas geben und wird prompt mit 130 statt erlaubter 110 km/h von der Radarpistole erfasst. 100 AUD für nichts... Darüber ärgern wir uns einige Wochen.....

Bunbury, drittgrößte Stadt Westaustraliens, hat nicht sonderlich viel zu bieten. Die Einkaufszentren sind nicht zu vergleichen mit dem, was wir an der Sunshine Coast gesehen haben. Und auch sonst: Aber nun, bei Regen ist wohl kein Ort besonders einladend. Wir besuchen Leuchtturm und Aussichtsturm, vorher gibt es bei Henry’s einen guten Kaffe und Muffin.

Am Abend genießen wir den Blick auf das Meer, die Surfer und die untergehende Sonne. Zum Essen fahren wir wieder in den Ort – zum Thai Restaurant. Es ist sehr spicy – aber gut!

Dienstag, 29.10.02 von Bunbury nach Margaret River

Übernachtung: Margaret River Guesthouse

Wir verlassen Bunbury am frühen Morgen. Wir frühstücken in Busselton, einer noch kleineren Kleinstadt als Bunbury. Von dort geht es immer weiter an der Küste entlang, bis wir schließlich Cape Naturaliste erreichen. Dort ist ein historischer Leuchtturm zu besichtigen, wir allerdings entscheiden uns für einen kostenfreien Rundgang um diese Landspitze und genießen den Blick auf’s Meer und die wunderschöne Landschaft. Wale können wir bei dieser Gelegenheit leider keine entdecken können.

Wir reisen weiter nach Margaret River und finden dank der örtlichen „Visitor Information“ relativ schnell eine nette Unterkunft, jedoch nicht vergleichbar mit dem B&B in Perth. Am Nachmittag besuchen wir noch diverse Strände, sind allerdings etwas enttäuscht von dem, was wir zu sehen bekommen.

Am späten Nachmittag (und nach einigen kleineren Regenschauern) entschließen wir uns dann, etwas zu essen. Aber auch das ist nicht so einfach. Schließlich finden wir einen Fish & Chips Schnellimbiss, der tatsächlich geöffnet hat.

Mittwoch, 30.10.2002 in Margaret River

Übernachtung: Margaret River Guesthouse B&B

Morgens fahren wir nach dem Frühstück zunächst einmal nach Gracetown, wir hatten bis 11:00 Uhr Zeit und wollen diese – wenn auch kurze - Zeit nutzen. In Gracetown entdecken wir das „Cowaramup Reef“, einen netten Surfspot, der über Felsen gut begehbar ist und eine tolle Aussicht auf die Surfer bietet. Sie sind nicht mehr als 20 Meter vom Felsvorsprung entfernt und dennoch weit vor der Küste, runde 150 Meter.

Im Anschluss an den Surfgenuss besuchen wir das einzige Cafe des Ortes, das Sea Star Cafe. Dort – quasi als zweites Frühstück – genießen wir einen Cafe Latte mit Meeresblick.

Wieder zurück in Margaret River geht auch bald um 11:00 Uhr die „Bushtucker and Winery Tour“ los. In einem Kleinbus fahren wir zunächst in den Busch, um den ersten Wein zu probieren und etwas über die Natur zu erfahren. Im Anschluss daran besuchen wir fünf Weingüter sowie eine Schokoladenfabrik und eine Käserei. In einem der Weingüter essen wir zu Mittag. Wir bekommen Bushtucker, alles, was das Land, der Busch und das Outback zu bieten haben.

Nachdem die Tour gegen 17:00 Uhr am Abend beendet ist, zieht es uns noch einmal nach Gracetown. Hier essen wir noch einen riesigen Hamburger mit Chips und genießen noch ein letztes Mal die wunderschöne Aussicht aufs Meer. Und siehe da: am Horizont bewegt sich etwas im Wasser. Unsere Tischnachbarn und die Bedienung glauben - wie auch wir - , dass es sich nur um Wale handeln kann!! Wow! Was für ein Abschluss des Tages.

Donnerstag, 31.10.2002 von Margaret River nach Walpole

Übernachtung: Walpole Tree Top Motel AUD 93,50

Wir fahren nach dem Frühstück von Margret River Richtung Cape Lleuwin zum Leuchtturm und dem Zusammenfluss von Indian Ocean und South Ocean.

Über Augusta geht es weiter nach Pemberton. Schon vorher besuchen wir den Karri Nationalpark, dort machen wir einen kleinen Spaziergang über eine hölzerne Hängebrücke und einen Wasserfall. Wir besuchen den Bicentennial Tree – oder auch Dave Evans Tree. Die Aussichtsplattformen sind nicht ursprünglich, sie wurden 1988 an dem Baum angebracht – als Teil der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der europäischen Besiedlung Australiens. Dieser Baum wurde aufgrund des wunderschönen Ausblickes und seiner Höhe ausgewählt. Die obere Plattform befindet sich 75 Meter über dem Grund, die untere Aussichtsstelle ist immerhin 25 Meter hoch. In 130 „Stufen“ – es handelt sich um überdimensionale Nägel – erreicht man die Spitze. Der Ausguck wiegt 2 Tonnen – bei starken Winden schwingt er eineinhalb Meter in jede Richtung. Der Blick reicht bei guten Verhältnissen rund 40 km weit, allerdings dürfen jeweils nur 4 Personen zur Zeit die obere Plattform betreten. Aber all das haben wir nicht genießen können. Die Angst war stärker und hat uns auf 25 Metern verharren lassen. Aber auch das ist eine respektable Höhe!

Da in Pemberton der Hund begraben ist, essen wir nur eine Kleinigkeit und fahren weiter zum Gloucester Tree, der ebenfalls zu besteigen ist. Allerdings fehlt uns nun entgültig der Mumm. Wir lassen uns vielmehr von den bunten kleinen Papageien verzaubern, die dank des mitgeführten Knäckebrotes in Schwärmen zu uns kommen.

Die Weiterfahrt bringt uns nach Walpole, dort ist aber noch weniger los als in Pemberton. Schließlich finden wir ein Zimmer im Tree Top Motel. Wie wir erfahren, ist derzeit absolute Off-Season, so dass alle B&B’s geschlossen sind. Wir essen im Walpole Hotel. Es ist neben einem Hotel auch Bar, Bottle Shop, Restaurant und Billard Salon. Hier vertreiben sich ausschließlich Ortsansässige ihre Zeit – für uns eine komische Stimmung – fast wie im Outback.

Freitag, 01.11.02 von Walpole über Denmark nach Albany

Übernachtung: Albany View Street B&B AUD 90

Der Morgen in Walpole bringt uns Regen, Sturm und einen gehörigen Stromausfall, so dass wir die Zimmerrechnung cash bezahlen müssen.

Wir machen uns auf den Weg zum Tree Top Walk, einer weiteren Attraktion der Region. Es handelt sich um einen 600 Meter langen, rund 40 Meter hohen stählernen Walkway, der durch den Wald mit den riesigen Karribäumen führt.

Von dort aus fahren wir durch die Wälder, unter anderem durch das „Valley of the Giants“. Wir machen einen Abstecher in die Peaceful Bay und reisen von dort aus weiter nach Denmark. Dort genießen wir eine kurze Kaffee- und Sandwichpause, um danach weiter nach Albany zu fahren.

Nachdem wir in Albany ein Zimmer gefunden und bezogen haben, machen wir uns auf den Weg zum Walfangmuseum, Jaycees Whaleworld. Hier wurden bis vor rund 30 Jahren Wale gefangen und zu Walöl verarbeitet. Zahlreiche Devotionalien der vergangenen Tage, das original Walfängerboot sowie eine geführte Tour machen den Besuch dieses Museums zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wir fahren weiter zu den „Blowholes“, kommen aufgrund der Wetterlage aber leider nicht in den Genuss, die bis zu 30 Meter hohe Fontänen zu sehen.

Wir schlendern noch ein wenig durch das nette Städtchen, besorgen eine Flasche Weißwein und essen im angesagten „Al Fornetto“. Hier scheint dieses italienische Restaurant etwas besonderes zu sein, nun ja... wir sind aus Europa anderes gewohnt.

Sonnabend, 02.11.02 in Albany

Übernachtung: Albany View Street B&B AUD 90

Nach dem Frühstück (mit zwei netten Niederländern) fahren wir auf den Mount Clarence. Blick über Albany. Danach fahren wir zum Middelton Beach, dann weiter zum Emu Point. Auf dem Rückweg machen wir einen Stop bei Coles und trinken nebenan einen flat-white. Dann geht´s weiter nach Two Peoples Bay, dort am Little Beach sind wir ganz allein. Catrina lält bei der wunderbaren Bucht nichts mehr, sie muss baden. Dann entdecken wir den noch spektakuläreren Waterfall Beach.

Weiter zurück in die Stadt und noch einmal zu Coles, um dies und das für die morgige Reise nach Esperance einzukaufen.

Unser nächstes Ziel ist The Gap und die „Natural Bridge“, zwei außergewöhnliche Felsformationen. Dann noch Misery Beach und Salmon Holes und der Tag geht wieder dem Ende entgegen.

Das Abendessen nehmen wir beim Thailänder ein, leider mit unfreundlichem Service, das Essen ist aber gut. Spicy Thaigerichte ab AUD 14,50, Reis Medium für AUD 4,50.

Sonntag, 03.11.2002 von Albany nach Esperance 467 km

Übernachtung: Bluehaven B & B AUD 120 p.n.

Heute geht es weiter. Wir fahren von Albany zunächst einmal nach Raventhorpe. In Raventhorpe gibt es eigentlich nichts bzw. nicht viel – ausser Minen (die allerdings keinen sonderlich erfolgreichen Eindruck machen), einer Hauptstraße und einem Cafe namens Ravy Country Kitchen. Dort bestellen wir Cheesecake und Kaffee bei Musik von Freddy Quinn. Unfassbar! Leider stören uns die Fliegen in der Mittagszeit auf der Verandah des Cafes, sodass wir zügig essen und trinken und uns wieder auf den Weg machen. Esperance, unser Tagesziel, erreichen wir bei strahlendem Himmel gegen 15:00 Uhr. Nach längerer unglücklicher Bed & Breakfast Suche finden wir schliesslich das Bluehaven B&B oberhalb Twilight Beach für 120 AUD inkl. Frühstück. Unsere Vermieterin empfiehlt uns noch eine Rundfahrt entlang des Oceandrive bei Abenddämmerung. Die 38 km lange Strecke führt unter anderem am Pink Lake vorbei, außerdem können wir sensationelle Aussichten von der schroffen Küste genießen. Was für eine traumhafte Gegend – hier im so unbekannten Esperance. Für´s Abendessen entscheiden wir uns für Takeaway-Food vom Thailändischen Restaurant. Wir genießen das leckere Menü mit einer Flasche Weiswein von Houghton auf unserer Terasse mit dem unbeschreiblichen Blick auf die Küste und die vorgelagerten Inseln.

Montag, 04.11.02 in Esperance

Übernachtung: Bluehaven B&B AUD 120 p.N.

Um den Sonnenaufgang genießen zu können, stehen wir gegen 4:00 Uhr auf. Es ist der absolute Hammer, so etwas schönes haben wir selten gesehen. Wir merken, die Wahl der Unterkunft war goldrichtig. Wohl wieder einmal das Glück der Tüchtigen, scheint uns. So gegen 6:00 Uhr gehen wir eine Runde laufen, auf dem Weg direkt oberhalb des Strandes. Leider haben wir den direkten Strandzugang nicht gefunden. Nach unserer Rückkehr genießen wir ein reichhaltiges Frühstück mit allem, was dazugehört. Unsere Vermieterin hatte uns schon am Tag zuvor mitgeteilt, dass Sie kein Frühstück zubereitet, wir aber alles, was wir bräuchten, im Kühlschrank in unserer Küche finden würden.

Für diesen Vormittag haben wir uns eine Fahrt durch das Archipelago of the Recherche vorgenommen, um 9:00 Uhr startet die Bootsfahrt nach Woody Island. Auf dem Weg dorthin begegnen uns leibhaftige Seelöwen und verspielte Robben. Besonders beeindruckend ist die Fütterung von wilden Seeadlern, die mit mehreren zu einem Päckchen zusammengebundenen Fischen „aus der Reserve“ gelockt werden.

Nach einem kurzen Aufenthalt auf Woody Island – einer privaten Insel der Bootseigner – geht es wieder zurück nach Esperance. Wir kaufen schnell etwas zu trinken und ein paar Sandwiches und machen uns auf den Weg nach Cape Le Grand. Auf dieser Landzunge soll es die schönsten Strände der Umgebung geben. Besonders Lucky Bay fasziniert uns, zumal vor rund 10 Jahren dort ein Schiff mit Chemikalien und Öl beladen Schiffbruch erlitt und die gesamte Region völlig verseucht war. Wir genießen des wundervollen Strand, sehen ein Känguru am Strand vorbeihüpfen und baden in sauberstem Wasser. Der Sand ist so wunderbar weiß und fein, dass wir eine Colaflasche voll von diesem Sand mitnehmen.

Nach ein paar Stunden Strandleben machen wir uns wieder auf den Rückweg, besuchen vorher aber noch die Twistle Bay, sie ist mindestens genauso schön wie Lucky Bay.

Zurück in Esperance besorgen wir ein Sixpack Bier sowie Fish´n`Chips und machen es uns wieder in unserem traumhaften Appartement gemütlich.

Dienstag, 05.11.02 von Esperance nach Kalgoorlie

Übernachtung: The Australian Hotel, Kalgoorlie AUD 105,-- p.N.

Heute geht es leider weiter, gerne hätten wir hier noch einige Tage (oder Wochen??) verbracht – aber der Zeitplan ruft. Wir fahren noch einmal am Morgen den Great Ocean Drive entlang der Küste und dem Pink Lake. Leider ist auch heute das pink sehr ausgewaschen und nur mit viel Wohlwollen erkennbar.

Bevor wir uns auf den Weg in Richtung Kalgoorlie machen, versuchen wir noch, die Polizei günstig zu stimmen und senden eine Erklärung an die Behörde. Vielleicht erlassen sie uns ja doch die Strafe.....

Auf dem Weg nach Kalgoorlie gibt es nicht viel zu sehen, außer der Straße, der typischen Natur im Outback und dem einen oder anderen Kaff. Wir machen einen Stop in Norseman. Dieser Ort hat seinen Namen einem Gaul zu verdanken, der beim scharren im Sand hier in dieser Gegend einen grußen Nugget aus Gold fand. In Norsemans Blütezeit gab es rund 3000 Bewohner, heute hingegen sind es nur noch Elfhundert. Und auch die sind nur noch aufgrund der hier ansässigen Minen in dieser gottverlassenen Gegend. Immerhin wurden in 2001 in nur einer Goldmine am Beacon Hill 100.000 Unzen Gold gewonnen.

Nachdem wir Kalgoorlie erreichen, machen wir uns wieder auf den Weg nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit. Auch diesmal ist es nicht ganz so einfach (und vor allem nicht so komfortabel), wie wir gehofft haben. Schließlich mieten wir uns im „The Australian“ ein, einem sehr alten und renommierten Schuppen.

Wir besuchen noch vor Einbruch der Dämmerung die Aussichtsplattform der Superpit, der hiesigen riesigen Goldmine. Sie befindet sich im Ortsteil Boulder und ist mit Abstand der größte Arbeitgeber der Region. Wir begegnen hier zwei Arbeitern, die gerade damit beschäftigt sind, die Hinweisschilder für die Touristen und Besucher zu erneuern. Zwar sehen Sie ziemlich schräg aus (wie zwei Typen von ZZ Top, schwer zu verstehen sind sie allemal. Dennoch unterhalten wir uns ganz nett mit den Beiden. Wie schon in der Eisenerzmine in Newman wird auch hier alles über GPS gesteuert, der gesamte Ablauf in der Mine sowie der Einsatz und die Überwachung der Fahrzeuge.

Noch ein paar Fakten zur Mine: die Super Pit ist die größte produzierende Goldmine Australiens, sie gehört einer Gesellschaft namens KCGM (Kalgoorlie Consolidated Gold Mines Pty. Ltd. Im Oktober 2002 ist die Mine 2,9 km lang, 1,2 km breit und annähernd 260 Meter tief. Wenn die Arbeiten hier beendet werden, wird die Mine folgende Ausmaße haben: 3,8 km lang, 1,35 km breit und mehr als 500 Meter tief. Bis zu diesem Zeitpunkt werden voraussichtlich mehr als 12 Millionen Unzen Gold aus der Mine gewonnen sein. In der Mine wird 7 Tage pro Woche, 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr im Zwei-Schicht Betrieb gearbeitet. Jeweils um halb Sechs morgens und abends beginnen die Schichten. 85 Millionen Tonnen Gestein werden jährlich aus der Mine transportiert und vom Gold befreit. Die Straßen in der Mine sind 30 bis 35 Beter breit mit einer maximalen Neigung von 10%. Dies ist die optimale und effizienteste Beschaffenheit für die Reifen, immerhin kostet ein (!) Reifen 26.000,-- AUD. 2 Wasserfahrzeuge mit einer Kapazität von je 70.000 Litern bewässern das Gelände, um den Staub auf ein Minimum zu reduzieren. Pro Tag werden so rund 2 Millionen Liter Wasser verwendet. Dieses Wasser, 6 mal salziger als Meerwasser, kommt aus den eigenen Bohrfeldern der Gesellschaft. Der Goldgehalt des Gesteins liegt bei rund 1-5 Gramm pro Tonne. Derzeit bewegt sich der Gehalt um 2 Gramm, berichten die beiden „slaves of the mine“.

Wir fahren weiter und besuchen in der Dämmerung den Mount Charlotte Outlook, der uns einen tollen Überblick über das Gelände um Kalgoorlie-Boulder beschert. Wir genießen den Sonnenuntergang und begeben uns im Anschluß daran wieder in die City, wo wir im Monty´s (mehr schlecht als recht) speisen. Kulinarisch darf man in Kalgoorlie einfach nicht zu viel erwarten...

Ein paar Flaschen Bier vertilgen wir noch auf dem großen Balkon unseres Hotels und beobachten die betrunkenen Gestalten auf den Straßen. Liegt es an Kalgoorlie oder aber an der Tatsache, dass heute Melbourne Cup ist? Wohl an dem Cup, es ist schließlich eine Art Feiertag in Australien.

Mittwoch, 06.11.02 in Kalgoorlie

Übernachtung: The Australian Hotel, Kalgoorlie AUD 105,-- p.N.

Besuch der Mining Hall of Fame, Eintritt p.P. 20 AUD

Um 09:30 Uhr beginnt die Underground Mining Tour mit unserer Führerin Morgan. Die Tour dauert ca. 45 Minuten, innerhalb von 50 Sekunden sind wir in 36 Metern Tiefe in der Goldmine bei angenehmen 20°C. Im Anschluß sind wir in der Goldgießerei zu Gast und sehen das Procedere des Barrengießens – allerdings nicht mit echtem Gold, das Vergnügen hatten wir bereits in Perth. Und so ganz ohne Sicherheitspersonal wäre es doch unwahrscheinlich, dass hier echtes Gold gegossen wird.

Kurz vor 13:00 Uhr verlassen wir das Museum und fahren zur Super-Pit, da hier um 13:00 Uhr die tägliche Sprengung stattfinden soll. Wegen starker und ungünstiger Winde fällt diese leider aus. Pech! Zum Mittag gibts im Schnellimbiss Tunaburger spezial, danach kaufen wir (wieder einmal) bei Coles ein. Gegen 15:30 Uhr gehen wir ins WA Museum in Kalgoorlie, Eintritt wird hier nach Belieben gezahlt, wir geben 10,-- AUD. Interessant sind die Außenanlagen aus der Zeit des Goldrushes.

Das heutige Abendessen nehmen wir im Pub ein, auf der Hotelveranda geniessen wir im Anschluss noch das eine oder andere Bier.

Donnerstag, 07.11.02 von Kalgoorlie nach Perth. 630 km

Übernachtung Amber Rose B & B, Perth, AUD 105,-- p.N.

Wir stehen um 06:15 Uhr auf, es ist noch ziemlich kalt, auf der Frühstücksveranda sind es 15 Grad. Nach Frühstück und Tankstop geht’s nach Coolgardie auf den Friedhof. Nach ein paar Fotos fahren wir weiter durch den Ort Southern Cross (da gibt es definitiv nichts) nach Perth. Wir erreichen unser B&B in der Bagot Road gegen 16:00 Uhr nach rund 630 Kilometern.

Vom Amber Rose geht’s gleich in die Rokeby Road, dem Mittelpunkt von Subiaco. Wir erstehen einen Stadtplan von Perth und fahren weiter nach Cottesloe. Zum Abendessen haben wir uns das „Cottesloe Beach Hotel“ ausgesucht, einfach fantastisch. Wir bestellen Ravioli mit Pumpkin & Ricotta sowie Rumpsteak auf Kartoffeln.

Am Abend fahren wir noch mehr oder weniger versehentlich in den Kings Park und genießen die wunderschöne Aussicht auf die Stadt.

Freitag, 08.11.02 in Perth

Übernachtung Amber Rose B & B, Perth, AUD 105,-- p.N.

Um 06:30 Uhr machen wir uns auf, um joggen zu gehen. Wir laufen Richtung Kings Park und von dort die „Jacob’s Ladder“ hinunter zum Swan River. Jacob’s Ladder mit seinen (selbst gezählten) 224 Stufen ist ein beliebter Fitness-Treffpunkt. Einige Leute laufen mehrmals hoch und runter, sie haben oben ihr Wasser und das Handtuch abgelegt. Gut für die Figur dürfte es allemal sein.

Die Joggingstrecke entlang des Swan River zeit uns wieder einmal neue Blickwinkel der Stadt, die einfach traumhaft schön ist. Im Swan sehen wir eine Dephinfamilie, die sich von uns nicht vom spielen abhalten lässt.

Nach unserem Ausflug und einer heissen Dusche genießen wir wieder das erstklassige Frühstück bei Nola und Geoff. Im Anschluß daran fahren wir mit unserem Leihwagen nach Cottesloe Beach und verbringen den Vormittag am Strand bei kaltem, aber erfrischendem Wasser mit toller Brandung. Nach einem kleinen Verzehr im Cottesloe Cafe (turkish bread und Kaffee) fahren wir weiter nach Scarborough Beach und dann für einen Bummel nach Fremantle durch den Fischerhafen und die Markthallen.

Den Abend verbringen wir in unserer B&B Suite bei Sushi und Wein, nachdem wir noch vorher ein Auto für den mrgigen Tag bei Budget gebucht haben. Nach unserem leckeren Abendessen besuchen wir noch einmal den Kings Park bei Nacht – so schön und beeindruckend!

Sonnabend, 09.11.02 in Perth

Übernachtung: keine, Flug nach Melbourne

Heute morgen holen wir den Wagen bei Budget ab. Preis 45 AUD bei 100 Freikilometern. Im Anschluss haben wir den anderen Wagen bei Bayswater zurückgegeben, dies nach rund 3.500 km. Eine reife Leistung. Dann gibt es das langersehnte aber leider letzte Frühstück im geliebten Amber Rose.

Cottesloe ist die nächste Station, nachdem wir unsere Sachen gepackt haben und bei Familie Benn deponieren können. Nach dem Sonnenbad und 2 Runden „echten“ badens nehmen wir einen kleinen Verzehr in einem der umliegenden Cafes, dann fahren wir ein letztes Mal in die Stadt und bummeln noch ein wenig. Im Anschluß haben wir bei Nola und Geoff die Sachen abgeholt und fahren noch einmal in den Kings Park. Unser letztes Abendessen in Perth nehmen wir im Emperor bei Fish und Chips in der Rokeby Road ein. Ich verspeise einen Teil eines Haifisches. Der finale Bummel über die Rokeby Road folgt – quasi die Verabschiedung - und dann geht’s entgültig zum Flughafen. Gegen 21:00 Uhr geben wir das Auto am Domestic Terminal ab, checken ein und bald darauf starten wir zur nächsten Etappe der Reise: nach Melbourne.

Sonntag, 10.11.2002 in Melbourne

Übernachtung: Charsfield Hotel, Melbourne

Ca. 06:30 Uhr Ankunft in unserem Hotel, nachdem uns der Taxifahrer 50 AUD abgeknöpft hat! Um 07:00 Uhr können wir einchecken, glücklicherweise ist das Zimmer frei und bezugsfertig. Bis gegen 12:00 Uhr schlafen wir, dann geht es frisch geduscht zu Fuß am Albert Park entlang nach St. Kilda. Wir besuchen die Fitzroy und Acland Street, Luna Park und den berühmten St. Kilda Market. Frühstück um 13:30 Uhr, dort nicht unüblich. Zu Fuß noch einmal zurück ins Hotel, aber nach dem Auspacken der Koffer zieht es uns am Abend nochmals nach St. Kilda, nunmehr mit der Metro. Das Abendessen war nicht so toll, wie´s von aussen schien, allerdings sind wir vom Nachtleben beeindruckt. Hier ist schwer was los. Dennoch fahren wir gegen 22:00 Uhr zurück ins Hotel.

Montag, 11.11.2002 in Melbourne

Übernachtung: Charsfield Hotel, Melbourne

Besuch des Rialto-Towers, um uns einen Überblick zu verschaffen. Danach „on Foot“ quer durch die Innenstadt. Victoria Market ist leider geschlossen, das müssen wir an einem anderen Tag noch einmal versuchen. Dafür finden wir das traumhaft schöne iund geräumiger Melbourne Central Shopping Plaza. Dort stärken wir uns mit Sushi, um hinterher auf die Suche nach einem preiswerten Autovermieter für den nächsten Tag zu gehen. Leider haben wir Pech und die großen Vermieter sind sämtlich ausgebucht. Dafür fahren wir weiter mit der Tram zur Block Arcade und weiter zum Myers.

Nachdem wir zu Hause angekommen sind, machen wir telefonisch einen Deal mit Europcar/Delta aus, um den Wagen am nächsten Tag in der St. Kilda Road abzuholen. Wir gehen am Abend noch zu Fuß zur Bridge Road, um dort im kleinen „A Place Called Noodle“ zu speisen.

Dienstag, 12.11.2002 in Melbourne

Übernachtung: Charsfield Hotel, Melbourne

Ein Albtraum wird wahr. Ich gehe zu Fuß Richtung St. Kilda Road Nr. 102, d.h. von unserem Hotel Richtung Innenstadt. Nachdem ich für 200 Hausnummern fast eine halbe Stunde benötigte, stelle ich mit Erschrecken fest, dass zwischen Nr. 200 und dem Ende der Straße keine Häuser mehr stehen. Und auch nicht Delta. Mich holen meine übelsten Befürchtungen und Erfahrungen in Melbourne ein: Vor zwei Jahren mussten wir einen Camper zurückbringen. Es gab die genannte Straße gleich DREI mal.

Ich fuhr somit zurück zum Hotel, wo Catrina schon mit Sack und Pack wartete. Eine Rückfrage im Hotel klärte die Situation: Es gibt die St. Kilda Road noch mal im Stadtteil St. Kilda. Also wieder reingefallen.

Schließlich finden wir den Autovermieter noch und machen uns auf den Weg nach Torquay.

Wir genießen den heißen Tag vorzugsweise im Inneren und bei Klimaanlage. Aber vorher haben wir noch super Fish & Chips for Takeaway geholt (quer gegenüber des Shopping-Centers) und gemütlich im Park verspeist. Und es war abartig heiss. Ohne Schatten hätte man es nicht ausgehalten.

Somit halten wir uns die nächsten Stunden im Surfworldmuseum und in Surf City auf. Schnäppchen konnten wir allerdings keine machen, die Preise für Surfwear und Surfgear sind abartig. T-Shirts für 50 AUD, Shorts ab 69 AUD. Da macht das shoppen nicht so richtig Laune.

Zu Hause angekommen haben wir das Auto noch genutzt, um in St. Kilda in der Fitzroy Street zum Essen zu fahren. Das Cafe 97 ist eine gute Wahl – Essen und Bedienung super.

Mittwoch, 13.11.2002 in Melbourne

Übernachtung: Charsfield Hotel, Melbourne

Bevor wir den Wagen zurückbrachten, sind wir noch am Aquatic Centre vorbeigefahren. Macht einen guten Eindruck. Dann geben wir das Auto wieder ab und fahren in die Innenstadt. In der Tram werden wir zum ersten Mal Zeuge einer Kartenkontrolle und dem herben Umgang mit Schwarzfahrern. Die Arme saß natürlich neben mir....Sie konnte sich nicht ausweisen, sodass die Kontrolleure bei einem Bekannten anriefen und sich die Adresse bestätigen ließen. Ganz schön heavy!

Der Besuch im Maritime Museum und dem Schiff Polly Woodside war nicht so toll, alles schon etwas heruntergekommen.

Wir bummeln noch ein wenig durch Southbank und essen etwas im dortigen Foodcourt. Nach ein wenig shopping in der Innenstadt sind wir gegen 17:00 Uhr wieder im Hotel. Catrina ruhte sich ein wenig aus und ich machte mich auf den Weg in die Bridge Road und weiter bis zur Toorak Road um nach rund einer Stunde strammen Marsches wieder am Hotel zu sein.

Um 19:30 Uhr trafen wir dann Ania und Markus nebst Sohn Luka. Die Glücklichen leben seit gut 2 Jahren in Melbourne und haben auch die permanent Residence, unseren großen Traum!!

Wir verbringen einen netten und unterhaltsamen Abend in einem Restaurant in Southbank. Vorher bestaunen wir noch die Flammenspiele, die aus riesigen Gasfackeln zur vollen Stunde stattfinden.