Der bislang letzte Australienurlaub in 2004. Am 22.10.2004 ging es von Zürich nach Kuala Lumpur / Malaysia, wo wir unsere Tante Aminah getroffen haben. Sonntag abend, den 24.10. flogen wir weiter nach Adelaide. Dort nahmen wir unseren gemieteten Panelvan entgegen und fuhren über die Weinregionen Barossa Valley und Claire Valley auf die Halbinsel Yorke Peninsula. Von dort ging es weiter über die Eyre Peninsula durch den Nullarbor. Dann von Norseman hinunter an die Küste bis Perth.
![]() |
Unsere Reiseroute |
| Bei unserem Stopover in Kuala Lumpur haben wir Aminah getroffen, die uns ein wenig von KL und der Umgebung gezeigt hat. | |
| Besonders eindrucksvoll war der Markt, auf dem es alles mögliche Essbare zu erwerben gab.Die malayische Küche ist sehr abwechslungsreich - früher kochten die Frauen bis zu 8 verschiedene Gerichte, die am Abend gegessen wurden. Heutzutage werden die unterschiedlichen Dinge fertig auf dem Markt gekauft. | |
| Dies ist eine laute und nach Benzin und Öl stinkende Maschine, die Saft aus dem Zuckerrohr presst - soll lecker schmecken.... | |
| ...und immer wieder verblüffen uns die vielfältigen Sorten von Vorspeisen und Nachtisch-Gerichten. | |
| Wenn fertig eingekauft ist, geht es (mit dem Auto, versteht sich) wieder nach Hause. Kleinere Staus sind da unvermeidbar.... | |
| Dies ist der Blick Ecke Jalan Bukit Bintang und Jalan Sultan Ismail. Könnte allerdings auch in Los Angeles, Sydney oder Berlin sein. Nur da sehen die Ampelmännchen anders aus... | |
| Unser Mietwagen, geparkt mit Blick auf das Barossa Valley. | |
| ....einer der alten Friedhöfe, auf deren Grabsteinen man immer wieder deutsche Inschriften finden kann . | |
| ...die Bierpreise in Edithburg sind auch nicht besser als anderswo....und L.J.Hooker, den Immobilienhai gibt es auch überall.... | |
| Marion Bay - unsere einzige Nacht im Zelt. Irgendwie bot es sich nicht wirklich an - entweder machte das Wetter einen Strich durchs Zelten, oder die Alternativen waren besser - oder wir waren einfach zu bequem..... | |
| der Fischereihafen von Port Lincoln. Dieser Ort war ein echtes Highlight nach so viel Tristesse auf unserer Route - endlich wieder Menschen und eine Ortschaft mit verschiedenen Restaurants. Annie von der Visitor Information ist der erste Knaller, das Captain´s House, das wir für 3 Nächte mieteten, der zweite. Alles wieder bestens!! | |
| Ein Tagesausflug von Pt. Lincoln brachte uns nach Coffin Bay, nachdem wir eine Oyster Fabrik besucht hatten. Hier gibt es die besten und frischesten Austern im Südwesten. Am Abend hatte ich dann auch 7 Stück geschluckt und war mehr als satt! Um nochmal auf Coffin Bay zu kommen - um diese Zeit sehr verschlagen, soll aber im Sommer der Renner sein.... | |
| Einer der herrlichen Strände in Port Lincolns Umgebung. Allerdings muss man im Wasser auf der hut sein - da es hier viele Thunfischzuchtanlagen gibt, gilt Port Lincoln und seine Strände als Haiverseucht. Neben Cagediving gibt es unter den Surfern auch immer wieder Zusammentreffen mit Haien. | |
| Der Abend nach dem Coffin Bay Ausflug.... die beliebtesten Austern Australiens mussten weg - aber 7 sind mindestens 3 zu viel - besonders weil es riesige Apparate waren... | |
| Wir wollten so dicht wie möglich an der Küste entlang reisen - also führte uns der Weg ab und an immer wieder über Gravel Roads - also Schotter-, Waschbrett- oder sogenannte Wellblechpisten. Die Querrillen im Boden lassen alles am und im Auto tanzen... | |
Typisches Straßenschild im Outback. Zum Vergleich in Deutschland müsste an der Autobahn Singen ein Schild stehen: Villingen 70 km Stuttgart 130 km Tauberbischofsheim 220 km Würzburg 400 km Westerland 1100 km |
|
| einer der farbigen Seen in Westaustralien. Durch Algen und bestimmte Bakterien sowie eine Konzentration von Mineralstoffen im Wasser ergeben sich verschiedene Wasserfarben. Einige schimmern blau, türkis oder rosa, aber auch Pink Lakes findet man hier. | |
| Der Beginn der Nullarbor-Ebene. Der Name sagt auf lateinisch eigentlich nur, dass es hier keine Bäume gibt (was nicht wirklich stimmt). Aber keine Erhebung alles ist hier topfeben und die natur besteht überwiegend aus Spinifex-Gras, Büschen und rotem Sand. Die Küstenlinie fällt 200 Meter tief ins Meer - das nächste Ufer Richtung Süden ist dann die Antarktis. Also: Wir befinden uns am Ende der Zivilisation (wenn man es denn so nennen will...als wenn es hier zivilisiert wäre...) | |
| ....welch ein schöner "native name" für die Walbeobachtungsstation. Da wir zur falschen Zeit angereist sind, gab es 1. keine Wale zu sehen und 2. einen kräftigen Regenschauer, der uns die Laune vermieste (da es keine Rettung gab - nichts zum Unterstellen und 10 Minuten Fußmarsch zum Auto). | |
| Kurz darauf - und wieder einigermaßen trocken - landeten wir am nächsten Lookout. Hiervon gibt es eine Menge - und alle sind gleich. Aber wir haben keinen ausgelassen, wer weiss was man verpassen könnte. Man kommt ja doch so schnell nicht wieder hierher. | |
| ...der Wind war schon gefährlich stark. Und von der Seite des Kliffs konnte man auch sehen, daß es gefährliche Überhänge gab..... | |
| ...und hier ein schönes Bild, um die Ausmaße des Kliffs und des Nullarbors zu verstehen. Catrina links am Kliff, dann kommt das Schild und unser Auto. und zig Kilometer nicht die kleinste Erhebung. Bei gutem Wetter sieht man schon Minuten im Voraus einen entgegenkommenden Truck. | |
| Wie gesagt - ein paar Bäume gab es denn doch - aber im Verhältnis war es schon eine Spinifexsteppe - die Nullarborwüste eben. Eine Kalksandsteinplatte von riesigem Ausmaß. | |
| ...und mittendrin: der längste gerade Straßenabschnitt der südlichen Hemisphäre - mindestens.... Vieleicht weltweit. Die Straße macht keine Kurve, keinen Knick, nicht mal eine leichte veränderung. Alles absolut geradeaus. Und außerdem wissenswert: es ist die einzige geteerte Ost-West-Verbindung von Australien. Aber die meisten Reisenden, Touristen wie Australier, nutzen eh lieber den Flieger. Also trifft man hier nur Individualisten, ein paar Roadtrains und die verrückten Radfahrer.... | |
| Wir sind wieder in der Zivilisation - in Norseman gelandet, einem einmaligen Knotenpunkt in Westaustralien. Von Südaustralien kommend (also den Nullarbor hinter sich gelassen, hat man die Auswahl. Entweder rechts rum und in 250 km in Kalgoorlie, also in den Goldfields zu sein, oder aber nach links abzubiegen und nach etwa der gleichen Strecke in Esperance an der Küste zu landen. Wir entschieden und für Esperance - unser heimlichen Liebe in Western Australia... | |
| Eines der berühmten Chalkboards, die in jedem Cafe, Bistro, Restaurant oder Roadhouse hängen. Dieses war besonders liebevoll gemacht und darum ein Foto wert. | |
| Und hier - zur Abwechslung wieder ein Strandfoto. Dies ist ein Teil des Strandes um Esperance, direkt neben dem Bluehaven Beach. Leider ist nur das Wasser die meiste Zeit hundskalt. Warme Tage sind selten und an zwei Händen abzuzählen. Und da Perth mehr als 700 km entfernt ist, gibt es hier - auch im Sommer nur wenig Touristen. Übers Wochenende kommen höchstens einige Bewohner aus den Goldfields, um hier zu angeln, aber sonst.... gähnende Leere - jedenfalls nach europäischen Maßstäben. | |
| Bluehaven Beach - Traumstrand in Traumumgebung. Der Radweg im Vordergrund war unser morgendlicher Joggingtrail - von unserer Unterkunft zum Rotary-Lookout und zurück. Morgens um 7 Uhr war es ein Genuss. Ein paar Jogger, Walker und Hundebesitzer waren unterwegs - natürlich immer 10-20 Surfer im Wasser - und an einem Morgen auch noch eine Kolonie Delfine, die mit den Surfern in den Wellen surften - sensationell! | |
| Thistle Cove im LeGrand National Park. Um hierher zu kommen, muss man schon rund 80 km Wellblechpiste in Kauf nehmen - es lohnt sich aber in jedem Falle. Ausser uns war nur ein weiteres Paar in der Bucht zu sehen. Baden mussten wir auch - allerdings war es hier so kalt wie überall an der Südküste - man merkt empfindlich den südpolaren Einfluss - es war jedenfalls irre kalt. Aber erfrischend! | |
| Die Reise brachte uns weiter Richtung Perth nach Denmark. Hier waren wir bereits in 2002 durchgefahren - nun wollten wir zumindest ein oder zwei Nächte verweilen. | |
| Denmarks Strände sind nicht minder spektakulär als die vorherigen und nachfolgenden - es ist einfach immer und überall an Australiens Küsten Menschenleer, sauber und kostenfrei. Auch ein großer Vorteil (im Gegensatz zu z.B. Sylts Stränden) | |
| weiter auf dem Weg nach Perth kamen wir wieder durch Pemberton, eine sehr ländliche Region mit riesigen Karri-Wäldern und einigen Holzmühlen. Hier gibt es das "Valley of the Giants", die Feueraussichtsbäume mit Plattformen in 65 Meter höhe und den bekannten Tree Top Walk. Aber auch idyllische Fotomotive mit Kühen, Gewitterträchtigem Himmel und Wellblechresten.... | |
| In Dunsborough, nördlich von Margaret River haben wir noch einmal 2 Nächte verbracht. Unter anderem haben wir hier eine Whale watching Tour unternommen, die ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis war. Nachdem wir fast eine Stunde nichts spektakuläres zu sehen bekamen, hieß es plötzlich: Wal in Sicht! Es handelte sich um eine Familie von Buckelwalen: Mutter, Vater und Kalb. Die drei sind dann fast eine Stunde vor und neben unserem Schiff geschwommen, mal gut zu sehen, | |
| dann wieder für einige Minuten unter Wasser. Aus dem Blasloch der Wale kommt beim tauchen immer etwas Tran und Öl, das dann sogenannte foodprints auf dem Meer markiert. Unser Skipper (links mit Brille) und ein erfahrener Walbeobachter (mit der Supercam und dem Anorak) haben uns die eine oder andere interessante Geschichte über die Wale erzählt. Ein echtes Highlight unseres Australienaufenthaltes. | |
| Ein paar Kilometer weiter Richtung Perth gelangten wir dann nach Busselton. Ein kleiner Küstenort, der durch "den längsten Pier der südlichen Hemisphäre" berühmt geworden ist. Runde 1.850 Meter geht der alte Holzsteg aufs Meer hinaus, eine alte Bahntrasse existiert noch und wird genutzt (!). Es wimmelte hier von Anglern, Touristen und Fußgängern - und natürlich Enten, Möwen und sonstigen Vögeln... "The 140-year-old Busselton Jetty, measured at 1841 metres, is the longest wooden jetty (pier) in the southern hemisphere and | |
| one of Australia's most unique eco-tourism sites. Just two and a half hours drive south of Perth, the seaside resort town of Busselton is situated at the northern gateway to the Margaret River Wine Region. The Busselton Jetty attracts about 200,000 visitors a year and is the most popular tourist attraction in the South West region. It is an ideal starting point for any visit to the South West Capes. The Busselton Jetty, with more than 300 individual marine species, is host to an awe inspiring "forest" of vividly- coloured tropical and sub- | |
| tropical corals, sponges, fish and invertebrates. It is described as Australia's greatest artificial reef. Each year during autumn and winter, the Leeuwin Current brings a narrow band of warm water down the WA coastline. This warm south-erly current is responsible for the incredibly diverse array of tropical and sub-tropical species in Geographe Bay including coral growth at a latitude of 33 degrees south. The west coasts of other southern hemisphere continents such as Africa and South America have no coral growth below 5 degrees south. " | |
| Und dann hatten wir Perth erreicht - oder vielmehr Mandurah - dem Wohnsitz meines Onkels. Von hier unternahmen wir dann diverse Tagestouren an die verschiedenen Strände rund um Perth und genossen ein paar Tage Ruhe nach so vielen Eindrücken und ständigem Koffer ein- und auspacken. | |
| Nach knapp 4 Wochen hatten wir uns dann auch richtig erholt - hätte nicht jetzt der Urlaub beginnen können??? | |
| Es war einfach wieder herrlich - hier in Australien. Land, Leute Natur - alles einwandfrei. Gutes Essen, bester Wein, leckeres Bier - was will man mehr? | |
| ...und den nächsten Trip nach Down Under haben wir bereits im Kopf: Flug nach Darwin, von dort eine geführte Tour in die Kimberleys, dann von Broome nach Noosa und zum Schluss vielleicht noch ein paar Tage nach Sydney - das könnte uns gefallen. Aber mit 4 Wochen werden wir dann wohl nicht auskommen..... Mal sehen, wies wird - wir werden jedenfalls versuchen, diese Tour in 2006 anzugehen. Bis dahin müssen wir und dann noch gedulden....und sparen..... |