Shanghai - mehr als nur eine Stadt
Der Name Shanghai bedeutet zu deutsch nicht etwa „Stadt auf dem Meer“ oder „Hinausfahren auf das Meer“. Die Bezeichnung ist vielmehr als „Stadt am Oberlauf des Huangpu Flusses“ zu interpretieren. (lokale Aussprache: Zanhe /zɑ̃'he/). Seltener wird im Deutschen auch die Schreibweise Schanghai verwendet. Die Stadt wird „Tor zur Welt“, „Paris des Ostens“, „Drachenkopf-Metropole“ (chin. 龙头 / 龍頭, lóngtóu) oder „Perle des Orients“ (chin. 东方明珠 / 東方明珠, dōngfāng míngzhū) genannt.
Shanghai in chinesischer Schrift (die Silben bedeuten shang und hai):
Die offiziellen Abkürzungen von Shanghai im Chinesischen sind Hù (沪 / 滬) und Shēn (申). Der Kurzname Hù – nach einem im 3. Jahrhundert verwendeten Fischereigerät (einer Art Kelle) – wird auch an Autokennzeichen verwendet.
Das Zeichen hu:
Shanghai liegt im Mündungsgebiet des Jangtse am Huangpu-Fluss auf 31°14' nördlicher Breite und 121°28' östlicher Länge.
| altes chinesisches Schild an der Bank of China | |
| Shanghai Old Street, im alten "Chinesenviertel" Shanghais. Dieser Ort ist eine Touristenattraktion, direkt bei dem außergewöhnlichen YuYuan Park. | |
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auber auch hier hält die Moderne Einzug. |
| Alte Leuchtreklamen in der Nanjing Road. Duch die Tristesse der Farben während der Kulturrevolution und des Kommunismus kann es für die Chinesen seit der vorsichtigen Öffnung des Landes nicht bunt genug sein. | |
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Einfaches Stadtviertel Xintiandi - mittlerweile auch eine westlich inspirierte Ecke mit Designerboutiquen und Einkaufszentren. |
| Besonders spanned war für uns das spazieren durch die Gassen der kleinen Künstlerviertel, in denen allerhand Kunstartikel, Tee und Porzellan verkauft wurde.Kleine Schmale Gassen mit zahlreichen Hinterhöfen - Plätze zum verirren. | |
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Die alten Stadtviertel müssen leider fast alle den Anforderungen der Millionenstadt weichen - alte traditionelle und typische Gebäude werden systematisch abgerissen und müssen neuen Bürohochhäusern und Wolkenkratzern weichen. |
| Den Blick in diese kleine Gasse an der Maoming Lu wird es im kommenden Jahr sicherlich nicht mehr geben.Die Stadt erneuert sich selbst in rasendem Tempo. | |
| Holzstatue mit 100 Buddhas im Tempel des Jadebuddha. Scheinbar gehen Wünsche in Erfüllung, wenn man die Statue mit Geld schmückt (was wir natürlich gleich getan haben :-) | |
| Vom Bund führen die Hauptgeschäftsstraßen der Stadt nach Westen durch das Zentrum Shanghais, darunter auch eine der beiden großen Einkaufsstraßen, die Nanjing Lu, begleitet von zwei wichtigen, parallel dazu verlaufenden Verkehrsadern, der Fuzhou-Straße und der Yan'an-Straße. Zu Zeiten der ausländischen Konzessionen galt die Nanjing-Straße als eine Mischung aus Broadway und Oxford Street, und selbst nach 1949 behauptete sie sich als ein Mittelpunkt des Theaters und Kinos und blieb eine der belebtesten Einkaufsstraßen der Welt. | |
| Grelles Neonlicht und eindrucksvolle Schaufenster mit Luxusartikeln und Waren aus dem Ausland beherrschen wie eh und je den östlichen Abschnitt, die Nanjing-Dong-Straße. Wie keine andere Straße auf dem chinesischen Festland ähnelt sie mit ihren vielen Restaurants, Boutiquen, Kinos, Hotels und vor allem riesigen Kaufhäusern dem Zentrum Hongkongs. Vor 1949 gab es dort und auch in der Fuzhou-Straße zahlreiche Teehäuser, die gleichzeitig als exklusivste Bordelle der Stadt fungierten. | |
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Blick vom Peoples Square in Richtung Nanjing Lu |
Mitte der 1980er Jahre fiel der Entschluss, Shanghai ein weiteres Mal die Vorreiterrolle für die Modernisierung Chinas zuzuweisen, dies führte zu einem enormen Anstieg der Industrieproduktion und der ausländischen Investitionen. 1990 wurde die Sonderwirtschaftszone Pudong gegründet und der Grundstein für einen „Neuen Bund“ gelegt.
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Die Stadt profiliert sich als Standort für die Entwicklung von Bio-, IT- und Mikroelektroniktechnologien. Sie ist Sitz zahlreicher internationaler finanzieller Institutionen. In Shanghai steht das höchste Gebäude Chinas, das 492 Meter hohe Shanghai World Financial Center. Die Stadt ist der weltweit einzige Ort, den eine Magnetschwebebahn – der Transrapid Shanghai – im öffentlichen Verkehr befährt. |
| Der Transrapid verkehrt auf der Strecke täglich 14 Stunden lang und kann bei der knapp zehnminütigen Fahrt bis zu 440 Passagiere transportieren. Im Durchschnitt wurden (Stand Ende 2007) täglich rund 7.500 Passagiere befördert. Eine einfache Fahrt 2. Klasse kostet 50 RMB (Renminbi) (ca. 5 Euro), bei Vorlage eines gültigen Flugscheins 40 RMB. Das ist der 10-fache Preis einer innerstädtischen U-Bahn Fahrt über 5-7 Stationen oder der 2,5-fache Preis des Flughafenbus', welcher die Innenstadt direkt mit dem Flughafen Pudong verbindet. Der Transrapid wird auch preisbedingt [1] insbesondere von den Einwohnern von Shanghai kaum genutzt. | |
| Der Transrapid – in China Maglev bzw. Cixuanfulieche (chin. 磁悬浮列车) genannt – benötigt für die 30 km lange Strecke 7 Minuten und 18 Sekunden. Nach 3½ Minuten (zurückgelegte Strecke: 12,5 km) ist die Betriebsgeschwindigkeit von 430 km/h erreicht. Sie wird für 50 Sekunden gehalten, bevor die Verzögerungsphase (wiederum 12,5 km) beginnt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dieser Strecke beträgt somit 247 km/h. | |
| Shanghai ist heute die modernste und dem Westen ähnlichste Stadt in der Volksrepublik China. Der historische Kern ist nur noch als Touristenattraktion vorhanden, während der Bau von Wolkenkratzern bei 24-stündiger Bautätigkeit zunimmt. | |
| Dim Sum (chin. 点心/點心, diǎn xīn, kant. dím sām) stammen ursprünglich aus der kantonesischen Küche Chinas. Zum Teil stammen die Häppchen aus traditionellen Teehäusern. Man findet es in unzähligen Variationen und allen Preisklassen vor allem im Süden und Osten Chinas. Es handelt sich um kleine Gerichte, die meist gedämpft oder frittiert sind und zu klassischem chinesischen Tee meistens in kleinen Bambuskörbchen gereicht werden. Die Bambuskörbe haben einen Durchmesser von knapp 20 cm und können zum Dämpfen aufeinander gestapelt werden, der oberste wird danach abgedeckt. In jedem befindet sich ein normalerweise auch aus Bambus bestehendes Gitter, auf das die Speisen gelegt werden. Es ist üblich die Mahlzeit je nach Geschmack noch mit Sojasauce oder anderen - zum Teil scharfen - Saucen zu verfeinern. Den Großteil der Gerichte machen gefüllte Teigtaschen aus. | |
| Wohnstraße in einem einfachen Viertel Shanghais | |
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Moderne Kunst beim Blick aus unserem Hotelzimmer an der Nanjing Lu. |
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Der Yu-Garten (auch Yu-Yuan-Garten chin. 豫园, Yùyuán) in Shanghai gilt als einer der schönsten Gärten Chinas. Er wurde 1559 von Pan Yunduan, einem hohen Beamten der Ming-Dynastie, erbaut. Während des ersten Opiumkrieges, des Taiping-Aufstandes und während des zweiter Japanisch-Chinesischer Krieges wurden die Parkanlagen beschädigt, Ende der 1950er Jahre renoviert und der Park 1961 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Garten steht seit 1982 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China. Hier sieht man die mit Menschen überfüllte Zickzackbrücke, die zum Eingang des Yu-Gartens führt. |
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Rund um den Yu-Garten bilden kleine Geschäfte mit Kunst und Krempel, Teeläden und Souveniershops ein Labyrinth, welches in einem großen Platz am Yu-Garten endet. |
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Auf diesem Platz gibt es alles, was das Fast Food Herz eines Chinesen höher schlagen lässt - Fleisch und Gemüsespieße, Dim Sum und Dumplings, aber auch alles vom Geflügel und sogar gebratene Frösche.... |
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Das Shanghai World Financial Center ist ein im Bau befindlicher Wolkenkratzer in Shanghai. Ursprünglich war das Shanghai WFC als höchster Wolkenkratzer der Welt mit 460 m geplant. Der Aushub auf dem Baugelände begann im Jahr 1997 in dem neu errichteten Stadtviertel Pudong, direkt neben dem bisher höchsten Gebäude Chinas, dem Jin-Mao-Gebäude. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Bau jedoch unterbrochen und stand für fünf Jahre still. Erst im Jahr 2003 begann man an dem Wolkenkratzer weiter zu arbeiten. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2008 geplant, allerdings noch höher als zuerst vorgesehen, da man sich aufgrund der geplanten Expo 2010 in Shanghai einen Mehrbedarf an Büroräumen erhofft. In dem Wolkenkratzer sind sowohl ein Hotel geplant als auch eine Skybridge ganz oben, ein geschlossener Übergang, in dem die Besucher, ähnlich wie bei den Petronas Towers, von einem Gebäudeteil zum anderen gehen können. Am 14. September 2007 erreichte das SWFC seine Endhöhe von 492 m bei 101 Stockwerken. Damit ist das Gebäude höher als der daneben stehende Jin Mao Tower (421 m) und der Oriental Pearl Tower (468 m), und somit derzeit das höchste Gebäude und Bauwerk Chinas und (nach dem Burj Dubai und dem Taipei 101) das dritthöchste Gebäude der Welt. Das Projekt soll ungefähr 850 Millionen US-Dollar kosten. |
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Eine spannende und hochinteressante Städtereise nach Shanghai ging leider wieder zu ende. Eine Stadt, die es sich lohnt zu besuchen.
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Tolle Eindrücke, nette Menschen - eine sehr moderne und aufstrebende Stadt, in der man sich als Tourist westlicher Herkunft problemlos bewegen kann. Dies war bestimmt nicht unser letzte Besuch von Shanghai.
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Textquelle: u.a. Wikipedia