Prag - drei Tage im Juni 2008
Mit Tipps, Tricks und einer handbeschrifteten Karte eines unserer Kunden haben wir uns aufgemacht, die "Goldene Stadt" zu erkunden.
Die Umgebung der Stadt ist seit der Frühgeschichte dicht bevölkert. Die slawische Besiedlung erfolgte im 6. Jahrhundert. Nach der Anlage zweier Burgen durch die Přemysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen jüdische und deutsche Kaufleute hinzu. Um 1230 wurde Prag zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen und im 14. Jahrhundert als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches zu einem politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas. Die „Goldene Stadt“ zeigt ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild.
Prag liegt zentral im westlichen Tschechien an der Moldau, rund 40 Kilometer vor deren Einmündung in die Elbe. Die Entfernung zu den äußersten Grenzpunkten beträgt nach Norden rund 110 Kilometer, nach Westen rund 170, nach Süden rund 170, nach Osten rund 320 (zur alten böhmischen Ostgrenze rund 170; jeweils Luftlinie).
Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau, die das Stadtgebiet auf 30 Kilometer Länge durchfließt und im Nordteil eine große Schleife bildet. Am südlichen Bogen dieser Schleife liegt das historische Stadtzentrum, beherrscht von den beiden Burgbergen im Norden (Opyš bzw. Hradschin) und Süden (Vyšehrad). Der Rest verteilt sich auf weitere das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Větrov, Skalka, Emauzy, Karlov und den höchsten von ihnen, den Petřín. Durch die Eingemeindungen vornehmlich im 20. Jahrhundert dehnt sich das Stadtgebiet nun auch weit in die Prager Hochfläche (Pražská plošina) hinein aus.
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Blendendes Wetter - schon bei Ankunft. Jedem Kurztripper ist ein 3-Tages Ticket des öffentlichen Nahverkehrs zu empfehlen - man kann Bus (auch Flughafenbus), Tram und U-Bahn fahren - zum sehr günstigen Preis. Die U-Bahn Prags ist ein so genanntes „freies System“, bei dem sich an den Eingängen zur Metro keine Sperren oder ähnliche Einrichtungen befinden. |
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Anhand der Architektur und anderer städtebaulicher Merkmale an den 54 Stationen der Prager Metro kann man die Entwicklung der Prager U-Bahn eindrucksvoll nachvollziehen. Die meisten sind mit Mittelbahnsteigen ausgestattet, einige haben Seitenbahnsteige. Die Tiefe ist recht unterschiedlich: Während viele Haltepunkte außerhalb der Innenstadt direkt unter dem Erdboden liegen, befinden sich gerade in der Innenstadt viele Stationen sehr tief unter der Oberfläche. |
| Die Station Náměstí Míru ist mit einer Tiefe von 53 Metern unter der Erdoberfläche die tiefstgelegene Station des Netzes. Náměstí Míru, benannt nach dem gleichnamigen Platz, bezeichnet eine Station der Prager Metrolinie A. Der U-Bahnhof, der am 12. August 1978 in Betrieb ging, gehört mit 53 Meter unter der Straßenoberfläche zu den tiefst liegenden der Welt, zumindest jedoch als die tiefstgelegene Station des Prager Metronetzes. Ihre 87 Meter lange Rolltreppe mit 533 Stufen gehört zu den längsten der Welt. Sie verfügt über drei Rolltreppen vom Typ Victoria FT 732, die eine Geschwindigkeit von 0,75 m/s haben. Laut Thyssen-Krupp liegt die theoretische Förderkapazität bei 13.500 Personen pro Stunde. | |
| Der Blick auf die Prager Alt- und Innenstadt mit Moldau und den Brücken ist einfach atemberaubend! | |
| Die Moldau tritt im Süden auf einer Höhe von rund 190 Metern in das Stadtgebiet ein und verlässt es im Norden bei rund 176 Metern. Sie hat hier eine durchschnittliche Tiefe von 2,75 Metern bei einer größten Tiefe von 10,5 Metern. Sie umströmt mehrere Inseln, darunter die südlich der Karlsbrücke gelegenen Slovanský ostrov, Dětský ostrov und Střelecký ostrov (letztere von ihr aus gut sichtbar) sowie die den Westteil der Karlsbrücke tragende Kampa, und nimmt zahlreiche Wasserläufe auf. | |
Musiker vor dem Hradschin - der großen, beherrschenden Burganlage über der Stadt - sorgen für ein leichtes und bschwingtes Gefühl. Das Wort "Boheme" findet so wieder seine ursprüngliche Bedeutung. Bohème (französisch: bohème, aus mittelalterlich: bohemus der Böhme, Zigeuner) bezeichnet eine non-konforme, oft „wilde“, „schillernde“ Art zu leben, neben oder sogar gegen gesellschaftliche Konventionen, die keineswegs den westslawischen noch den deutschen Bewohnern Böhmens unterstellt wurde, sondern dem fahrenden Volk, das aus dieser Gegend kam und scheinbar ungebunden und frei sein Leben gestaltete. |
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| Hradschin (auch: Burgstadt, tschechisch: Hradčany) bezeichnet nicht, wie in der deutschsprachigen Literatur zumeist angenommen, die Prager Burg (Pražský hrad), sondern den gesamten Hügel- oder Bergsporn, auf dem die Burg steht, und insbesondere den westlich an die Burg angrenzenden Stadtteil Prags. Unweit steht das Kloster Strahov. | |
| Blick über die Altstadt | |
| Der Weg durch eine enge Gasse hinunter vom Hradschin in die Altstadt. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung, um über die Karlsbrücke auf die andere Seite der Moldau in den Innenstadtbezirk zu gelangen. | |
...alles klar??
Die Prager Kleinseite (Malá Strana) mit dem Kleinseitner Ring (Malostranské nám.) bildete von 1257 bis 1784 eine rechtlich eigenständige Stadt unterhalb der Prager Burg mit einem von der Prager Altstadt deutlich abweichenden Charakter. Nach zwei verheerenden Bränden wurde sie die Stadt der Reichen und des Adels, wovon prunkvolle Paläste und Kirchen bis heute zeugen. |
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Wunderbare Hausfassaden - zum Teil frisch renoviert. Vor einigen Jahren liess ich mir von einer Kundin aus Prag berichten, daß die Stadt die zweitgrößte Baustelle nach Berlin in Europa darstellt. Mittlerweile ist nahezu alles im Innenstadtbereich liebevoll restauriert und die ganze (touristisch erschlossene) Innenstadt glänzt. Da darf auch keine Blume aufd der Fensterbank fehlen.... |
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| 1365 begann man mit dem Bau der dreischiffigen, gotischen Teynkirche (Týnský chrám), auch "Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn" (Kostel Panny Marie před Týnem) genannt. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die Türme (Adam und Eva) fertiggestellt, die sich nicht gleichen und von denen einer 80 m hoch ist. | |
Altstädter RathausAn der Südostecke des Altstädter Rings befindet sich das Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice) mit der Aposteluhr (Orloj). Diese wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts vom Astronomen Magister Hanusch vollendet. Das Rathaus selber wurde im gotischen Baustil mit Rund- und Spitzbogenfenstern ausgestattet. Eine einzigartige Attraktion ist die Altstädter Aposteluhr, ein Werk des Uhrmachers Mikuláš von Kadaň aus der Zeit um das Jahr 1410. Die Aposteluhr ist immer funktionsfähig und um jede ganze Stunde bezaubert sie die Passanten durch die Parade der zwölf Apostel, die nacheinander in zwei Fensterchen über dem astronomischen Teil erscheinen. |
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Imbissbude in der Prager Innenstadt - nahe dem Wenzelsplatz. Da bekommen sogar die Tauben Appetit und träumen von einer Bratwurst. Fast wie im Kino..... |
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Ausblicke...auf den alten jüdischen Friedhof in Prag Der Alte Jüdische Friedhof in Prag ist einer der bekanntesten jüdischen Friedhöfe in Europa. Er liegt im ehemals jüdischen Viertel Josefov der Prager Altstadt und geht bereits auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Trotz seiner Kleinheit (ca. 1 ha) enthält er über 12.000 Grabsteine, vermutlich aber die Gebeine von 100.000 Menschen. Der Friedhof entspricht bis heute nahezu seinen mittelalterlichen Ausmaßen. Aus Platzmangel begrub man die Verstorbenen in bis zu 12 Schichten, was ein für heutige Begriffe fast malerisches Auf- und Ab des Erdbodens mit sich bringt.
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| Eine von vielen originellen Statuen in Prag | |
Fotoausstellung: Mensch - Frosch - Affe |
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Der Prager Fernsehturm im Prager Stadtteil Žižkov ist das neue, zwischen 1985 und 1992 erbaute Wahrzeichen von Prag und fällt durch seine ungewöhnliche Konstruktion auf, bestehend aus drei stahlverkleideten Betonsäulen, an denen die Räumlichkeiten für die Sendetechnik, die Aussichtsplattform und das Turmrestaurant angebracht sind. Der für die Öffentlichkeit zugängliche Turm ist 216 Meter hoch und besitzt in 63 Metern Höhe ein Turmrestaurant und in 95 Metern Höhe eine verglaste Aussichtsplattform. Der 11.800 Tonnen schwere Turm dient neben der Verbreitung von Fernseh- und UKW-Hörfunkprogrammen als Aussichtsturm sowie als meteorologische Station. Die im Jahr 2000 an den Säulen des Turms angebrachten stilisierten Plastiken von herumkrabbelnden Kleinkindern stammen von dem tschechischen Bildhauer David Černý. Zusätzlich werden die Säulen bei Nacht in markanter Weise mit rotem und blauem Licht angestrahlt.
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Streetart ist eine zeitgenössische Form der Kunst im öffentlichen Raum, die von breiten Teilen der Bevölkerung oft auch als Vandalismus angesehen wird. Die Künstler bedienen sich verschiedenster Medien (Marker, Pinsel und Malerrollen, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.), um ihre Werke zu präsentieren. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, doch auch Stromkästen, Laternen, Verkehrsschilder, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln und andere Stadtmöbel, sowie Bürgersteige und Straßen an sich und sogar Bäume – im Prinzip alle erdenklichen Untergründe – werden gestaltet. Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf anarchistische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten (vergleiche Reclaim the Streets).Teils wendet sich Streetart inhaltlich gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung oder kann, wie auch Graffiti in der Hip-Hop-Kultur, gestalterischer Ausdruck einer Jugendkultur sein. Die meisten Künstler verzichten jedoch auf eine konkrete Botschaft – „the medium is the message“ (nach Marshall McLuhan).
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Matrjoschka sind aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander schachtelbare, eiförmige russische Puppen mit Talisman-Charakter.Die aus Lindenholz geschnitzten Puppen, die sich als Spielzeug wie als Souvenir großer Beliebtheit erfreuen, gehen auf die japanische Fukuruma (benannt nach Fukurokuju) zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Russland eingeführt wurden. Da sich zerlegbares Spielzeug in Russland bereits einiger Beliebtheit erfreute, fertigten 1890 dann Wassili Swjosdotschkin und Sergei Maljutin die erste Matrjoschka, die im roten Sarafan eine typische bäuerliche Frau darstellen sollte. Der Name "Matrjoschka" kommt eigentlich vom typischen russischen weiblichen Namen "Matrjona" (von lat. "Matrone"). |
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| "Ginger and Fred" vom berühmten Architekten Frank Gehry | |
| Der Wenzelsplatz (tschech. Václavské náměstí) in der Mitte von Prag wurde 1848 nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen benannt, nachdem er im Mittelalter und der Neuzeit als Rossmarkt (Koňský trh) den Mittelpunkt der Prager Neustadt bildete. Die Breite von gut 50m entspricht zwar nur einer Prachtstraße, aber mit über 700 m Länge gehört der Boulevard zu den größten "Plätzen" in Europa. |