Ahrntal 2010, 7. - 12. Juni

Wir haben in Sand in Taufers im Ahrntal ein paar herrliche Tage verbracht. Bei kühlem, aber meist tagsüber trockenen Wetter haben wir morgens unsere Wanderungen in Angriff genommen, um an den sonnigen Nachmittagen das schöne Frühlingswetter zu geniessen. Neben "normalen" Wanderungen stand auch der Besuch eines Schafwollmuseums auf dem Plan, ausserdem eine geführte Kräuterwanderung mit Anneres, der Chefin des Kräuterrestaurants Arcana. Ein besonderes Highlight war natürlich das Canyoning, bei dem es durch eine enge Schlucht im Mühlbachtal ging - inkl. 50 Meter abseilen von einer Brücke und dem durchqueren mehrerer Wasserfälle. Ein ganz besonderes Erlebnis!

Wichtigster Wirtschaftszweig ist mit 5.400 Gästebetten und über 430.000 Nächtigungen pro Jahr der Tourismus. Im Sommer locken Rad-, Kletter- und Wandermöglichkeiten im Naturpark Rieserferner-Ahrn, außerdem bieten die zahlreichen Gipfel (z. B. Schwarzenstein, 3368 m, Großer Löffler, 3376 m, Hochfeiler, 3510 m) der umgebenden Bergketten auch anspruchsvollen Bergsteigern jede Menge Möglichkeiten (eine Überquerung der nördlichen bzw. nordöstlich gelegenen Berge und Übergänge führt den Alpinisten nach Österreich, zu früheren Zeiten verstärkt auch von Schmugglern genutzt); im Winter laden die nahen Skigebiete Klausberg und Speikboden ebenso ein, wie zahlreiche Langlaufloipen, Rodelstrecken, Skitouren- oder auch Wandermöglichkeiten.

Das Ahrntal in Südtirol
Frisch gemähtes Gras wird hier zu Heu getrocknet
Impressionen des Ahrntals
Speckbrett auf einer Jausenstation - immer wieder ein Highlight nach oder während einer Wanderung.
Frühlingswiese in Sand in Taufers
Im Jahre 1136 werden die Edelfreien von Taufers erstmals genannt. In Nachfolge der Burg Tobel (um 1100) wird 1225 die heutige Burg Taufers erstmals erwähnt. Die ursprüngliche Burg bestand aus Bergfried, Palas, einem weiteren Gebäude über der Ahr, einem Wohnturm und einer Umfassungsmauer. Erst im 15. Jahrhundert und bis um 1621 wurden die Gebäude unter den Herzögen von Österreich, den Herren von Fieger und den Freiherren von Wolkenstein-Rodenegg entlang der Umfassungsmauer ausgebaut; es entstanden Amts- und Wohnräume der Richter und Pfleger und eine ausgedehnte Toranlage mit Wehrtürmen und komplizierten Zugbrückenkonstruktionen, die heute allerdings nur noch im Detail zu erkennen sind.
Der Reinbach bildet in der Reinbachschlucht drei eindrucksvolle Wässerfälle, die sich über den 1985 eingeweihten Franziskusweg erreichen lassen.
Steinhaufen am Franziskusweg
Mit dem Projekt "Kraft des Wassers" wurden Themenwege erschlossen, auf denen regelmäßig geführte Wanderungen angeboten werden. Beginnend beim Wasserkraftwerk Mühlwald am Mühlwalder See führt der Themenweg vorbei an alten Mühlen, an einem Moor mit Quellgebiet und in weiterer Folge durch eine Klamm mit einem Wasserfall, um dann am Neves-Stausee in Lappach zu enden.
Mühlwald (ital.: Selva dei Molini) ist eine Gemeinde mit 1478 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im gleichnamigen Nebental des Tauferer Ahrntals in Südtirol in der Nähe von Bruneck. Das Gemeindegebiet umfasst die natürlichen Abgrenzungen des Tales mit Ausnahme des Mündungsbereiches. Die größten Ortschaften sind Mühlwald und Lappach. Die Gemeinde ist geprägt durch eine ausgedehnte Streusiedlung mit Einzelhöfen und kleinen Weilern.
Neben dem sportlichen Reiz des Abenteuers steht vor allem das Naturerlebnis im Vordergrund. Bei dieser Sportart spielen Teamgeist und das gegenseitige Vertrauen eine wichtige Rolle. Natürlich darf der Umwelt- und Naturschutz nicht vergessen werden. Einige Naturschützer kritisieren Canyoning, da Teile der Natur begangen werden, an die sonst nie ein Mensch gelangen würde. Besonders die verbreitete kommerzielle Vermarktung für den Tourismus führe zu Problemen. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass Canyons durchaus eine Art Katastrophengebiete darstellen. Denn diese werden teilweise mehrmals im Jahr von Hochwässern weit mehr verändert, als durch den Einfluss der Menschen, die durch diese Schluchten laufen. Bei vielen Schluchtingtouren steht in erster Linie das gemeinsame Naturerlebnis im Vordergrund.
Letzte Erklärungen von Rudi, kurz bevor ich als Erster eine rund 8 Meter lange bzw. tiefe Steinrutsche hinunterrausche.
Sprung aus ca. 6m Höhe in einen Wasserfallpool.
Herrlich, das eiskalte Wasser nach einer Steinrutsche...
Alle gesund und munter im Ziel angekommen, eine Riesengaudi und ein Highlight des Urlaubs geht zu Ende.
Ein letztes Highlight ist das Abendessen im Arcana Restaurant in Ahornach in Sand in Taufers.
Ein gelungener Aufenthalt in einer aus unserer Sicht noch nicht überlaufenen Ecke Südtirols. Sicherlich werden wir deses Gebiet nochmals besuchen.